Mittwoch, 20. September 2017

Ich, ich, immer nur ich




Ich, ich, immer nur ich. 

Triefend, tief schwarze Gedanken kommen mir hoch wie ätzende Galle. Diese zerstörerische Lebensweise ist der reinste Irrsinn, zudem ist es irrsinnig anstrengend für alle Beteiligten. Augenblicklich muss dieser Wahnsinn ein Ende haben. Es soll ein Ende haben. Bevor, bevor es zu absolut unnötigen Schäden kommt. Absolut unnötige Schäden. Es komme was will, der Herbst, die Nässe, der Wind, die trostlosen Farben. Umgeben von all den trostlose Farben. Es komme was will, die Kälte von außen, nach innen herein, ganz gewiss, sie kommt, denn die Fenster und Türen stehen offen. Sie wird kommen! So wie der Winter und die klirrende Kälte, welche ich hasse. Es ist so trostlos! So unglaublich trostlos. Kalt ist mir, die Schmerzen, ich ignoriere sie schlicht weg. Ignoranter Egoist.  Die Kälte jedoch, sie ist stets da, ich kann sie nicht einfach ignorieren. So arrogant wie du bist. Ich bin, ich bin ein Kind, ich wurde geprägt. Ich bin ein Kind, ich bin gezeichnet vom kalten Wind. Ein Leben am Rande, einem Orkan oder einem Taifun gleichend. Eigentlich ist es ganz egal ob Orkan oder Taifun, denn letztendlich habe ich einfach nur Angst vor so schrecklichen Naturgewalten.  Das Leid, die Kälte, geschunden, das Leib, die Schälte, leider bleibt mir keine Zeit, für eine ausgiebige Erklärung, dieser mir bekannten, alten Technik. Vernarbt, nicht vergessen, sitze ich hier und höre schöne Musik von Sarah Willis, einer begnadeten Hornistin. Ich bin ein Kind, traurig drein blickend, eigentlich bin ich ein Kind des Frühlings und des Sommers. Ich sehne mich stets nach der wärmenden Sonne. Unter der dicken Eisschicht, sehe ich, entsteht neues Leben. Ich kann es wirklich sehen. Meine Gedanken, sie sind ganz nah am Leben, sie sind manchmal so furchtbar schön und doch so unendlich schwer. Die Nacht, sie ist meine beste Freundin, mit ihr teile ich mein Leid. Denn auch sie ist voll des Leides, denn auch sie ist voll des Schmerzes. Sie ist so furchtbar schön und schwer. Meine Gedanken ziehen wie nächtliche Schatten vorbei. Vorbei. Haltlos, durchbrechen sie die Schranken. Meine Gedanken.

Keine Kommentare: