Dienstag, 19. September 2017

Ich bin...




Ich bin...


der der ich bin. Ich bin genau so wie ich bin. Verdammt, es fällt mir schwer mich zu verstellen, dieses Getue, es ist so absurd. Menschen die mich kennen, wissen sofort, wer gerade, wann etwas sagt, wer wann etwas nicht sagt. Ich bin der, der ich bin. Ich hasse die Maskerade, ich verabscheue die Unehrlichkeit in Gedanken, Worten und letztendlich, in Taten. Es sind all die absurden Taten. Ich tue, also bin ich…

Verantwortlich!
 
Denn, nicht vergessen, es ist eine Tatsache, ich bin stets der, der ich bin. Ich bin, damals ein kleines, nun groß gewordenes Vorstadtkind, einer nicht wirklich existierenden Stadt. Alles nur virtuell, alles nur in meinem Kopf. Dieses Getue, all dieser Schmarren, wie der Bayer sagen würde, es hat keine Würde, und ich würge! Es ist wie es ist, denn ich bin der, der ich bin!

Es wäre alles so viel einfacher, es wäre alles so viel einfacher. Doch wieso einfach, wenn auch zweifach, dreifach, vierfach, fünffach, einfach alles geht!
 
Es ist so anstrengend, seitdem nichts mehr geht. Seither geht alles sehr viel schwerer, zähflüssiger. Ständig sehe ich Trugbilder! Alles nur ein Trugbild, ein Zerrspiegel der Gesellschaft. Ein Spiegel, in den ich täglich blicke, blicken muss. Doch ich verstehe nicht, weil ich es nicht verstehen soll. Ich weiß es schlicht und einfach nicht, weil über allem, scheinbar noch etwas anderes ist. Ich will es wissen. Ganz bestimmt, ich will es wissen. Am liebsten jetzt, jetzt sofort! Was wird da gerade besprochen, hinter der für mich verschlossenen Tür. Was geschieht gerade jetzt mit mir?!
 
Ich stehe vor der verschlossenen Tür und ich denke mir: „Gott sei gedankt!“
 
Der Raum, gefüllt mit Energien der Menschen in ihm. Der Raum ist voller Glitzerkacke, oder einfach nur voll Scheiße, der Raum engt mich ein. Ein Traum, nicht nur weil es sich so schön reimt, der Traum, ist ein absoluter Alptraum. Dieses Spiel, es ist nicht mein Spiel. Ich, bin genau der, der ich bin: 

„Doch wer zum Teufel bin ich jetzt?“

Entscheide du. Wer soll ich sein? Für dich bin ich jeder, alles, wann immer du willst, wo du gern magst. Manchmal sehr intim, manchmal frei öffentlich. Die Intensität bestimmst allein du. Wieso gerade du? Du, wer bist schon du? Was denkst du? 
Komm etwas näher, dann teile ich es dir mit.
 
Du weißt nun ganz gewiss, ich bin der, der ich bin. Doch, wer bist? Diese Frage beschäftigt mich wirklich. Du, du bist erniedrigend, du bist niederschmetternd, du hast es nicht begriffen. Du willst es auch nicht begreifen. Du bist, aus genau diesem Grund, weil du es nicht begreifst, es scheinbar nicht begreifen willst, du bist: 

Das Arschloch!“

Dieses Spiel hat nun einen Namen. Wir spielen es gemeinsam. Dieses Spiel, Gott weiß, es ist nicht mein Spiel, denn ich kenne nicht einmal die Regeln, es ist nicht mein Spiel! Dieses Spiel, es ist dein Spiel, und heißt somit:
 
Das Spiel des Arschlochs!“

Ach ja, eins weiß ich doch, scheiß auf die Spielregeln, denn am Ende hat eh das größere Arschloch gewonnen!
 
Also gut, herzlich willkommen, alle sind nun herzlich willkommen. Natürlich auch diejenigen, die nicht wissen, dass sie mitspielen. Denn auch du, gerade du, bist herzlich willkommen. Ich heiße euch alle herzlich willkommen, ihr MOTHERFUCKER, seid die MOTHERFUCKER, seid die Geister die ich rief, MOTHERFUCKER!!!
 
Herrlich, ganz große Klasse, die Bässe, die hohen Töne, der Sound meines Lebens, ich stehe mittendrin, kann eigentlich nicht ausweichen. Mitten unter ihnen, bin ich einer von ihnen. Ohne es beurteilen zu wollen, es ist so wie es ist, ich bin einer von ihnen. Und doch weiß ich, ich bin eigentlich ganz anders. Ich weiß es, und halte mich fest daran. Ich stehe dazu, ich stehe dazu, bin da für euch, bin hier, bin dort, bin irgendwo ganz anders.
 
Weit, weit weg! Ganz weit weg!
 
Du denkst du siehst mich. Du denkst du hörst mich. Mit all deinen Sinnen täuschst du dich (MOTHERFUCKER), denn deine Realität, ist ganz gewiss nicht meine Realität!
 
Ich verbiege mich, lasse dich, dich selber spüren, ich gebe mich, mit allem was ich habe dieser einen Sache hin. Es ist richtig, aufrichtig, es ist meine Aufgabe, es ist wie es ist, denn nach wie vor bin ich der, der ich bin. Und du, du glaubst es nicht! Denn du glaubst nicht! Ich frage dich: 

„Wer zum Teufel bist du?“
 
Es kommen nun die ersten Zweifel auf. Es implodiert, explodiert, wie auch immer, ich kann mich nicht entscheiden. Ich fange an zu zweifeln, ich glaube dem nicht, ich kann es nicht, denn meine Wahrnehmung, spricht ganz unterschiedliche Sprachen.

Multilingualism!
 
Meine Sinne sind geschärft, ich bin total fokussiert, und du, du bist jetzt absolut irritiert. Gerne möchte ich meine Gedanken mit dir teilen, gerne möchte ich dir alles sagen. Doch sobald die Sonne wieder aufgeht, bin ich nicht gewillt, denn ich bin nicht, der, der du denkst, der ich bin. FUCK (U)nd so gehen wir jeden Tag schweigend auseinander. 

Du weißt nicht wer ich bin und ich weiß nicht wer du bist!

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