Donnerstag, 21. September 2017

Gedanken im Stakkato-Style


Ich habe gerade einen guten, um nicht zu sagen, sehr guten Turn...


...meine Energiereserven sind gut gefüllt. Daher finde ich seit drei Nächten, vor dem zu Bett gehen, den Weg zu meinem LapTop und schreibe/tippe meine Gedanken nieder. Wie wild hacke ich, wie immer, im Stakkato-Style. Sehr laut, sehr brutal, die Tastatur muss leider sehr stark leiden. Solange bis die Tasten qualmen. Es verschafft mir Erleichterung, in Mitten der Nacht. Erleichterung bis zum nächsten Tag. 

Der Song des heutigen Abends, ein Song, den ich immer wieder sehr gerne höre, ist: „Lonesome Town“, von Ricky Nelson, aus dem Jahr 1958. Ein sehr bekannter Song aus dem ultimativen Soundtrack des Films Pulp Fiction - (Track No. 3).
 
Ich bin erschöpft, fühle mich ein wenig dreckig, schmutzig, gebraucht. Ich fühle mich wie eine männliche Prostituierte. Nicht weil ich mich prostituiere, oder das Bedürfnis verspüre dies zu tun, nein, weil ich einfach alles für die anderen Menschen mache. Die Menschen für die ich arbeite, wollen sehr gerne ihr Glück mit mir teilen, also teilen wir es gemeinsam. Sie teilen es mit mir, ich teile mit ihnen. Diese Erfahrung kann man mit Gold nicht aufwiegen! Eigentlich müsste ich meinen Arbeitgeber, für genau diese Erfahrung bezahlen. Nicht schlecht, oder?! 
Überhaupt nicht schlecht, leider nur manchmal sehr, sehr anstrengend. Na, und eben deshalb gelingt es mir nach arbeitsamen Tagen wie diesem, um diese späte Stunde, genau hier zu sitzen. Ich sitze hier und schreibe meine Gedanken nieder. Ich sitze hier und lade auch ganz bewusst den Müll des Tages ab. Manchmal mehr, manchmal etwas weniger. Auch eine Möglichkeit einfach mal abzuschalten. Es sollte nur nicht die einzige Aktivität des Tages, in der Freizeit, sein. Zudem war ich heute endlich wieder Joggen. Endlich, denn ich wurde bereits entzügig. Aufgrund einer leicht angestauten Aggression am Vorabend, hielt ich es für dringend notwendig in meine Laufschuhe zu schlüpfen. Aufgrund der diesjährigen Herbst-Influenza war dies in den letzten fünf Tagen leider nicht möglich. Macht nichts, ich habe die Grippe überstanden und laufe nun wieder mit weit vorgestreckter Brust, durch den Wald und um die Fischteiche herum. Jetzt erinnere ich mich daran:
Ich erinnere mich an die Sonnenstrahlen, welche schienen durch das spät-sommerliche Blätterdach hindurch, ich erinnere mich an den Geruch des Waldes, dem zwitschern der Vögel, und den fast rhythmischen Geräuschen jeder meiner Schritte über dem Waldboden, auf dem weichen Rindenmulch. 
  
Heute bin ich sehr müde und voll des Glückes!

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