Samstag, 17. Dezember 2016

Adieu Jürgen Domian!


My Child is dreaming


Home Sweet Home 1




Wenn ich doch nur könnte, dann würde ich... 

Doch ich kann nicht, und so bleibt mir die einzige Option. Ich sitze daneben und kann nur zuschauen. Mir sind die Hände gebunden, denn all meine Argumente werden gnadenlos abgeschmettert. Gut gewählte Worte prallen gegen eine Wand und zerschellen an der Idiotie derjenigen, die lieber nicht den Mund öffnen sollten. 

“Shut the fuck up!“, denke ich mir. 

So denke ich, weil sie sich nicht der Gefahr ihrer eigenen Dummheit bewusst sind. Es schmerzt mich sehr, denn ich sehe wo ich herkomme. Es schmerzt mich wirklich sehr, denn unter ihnen bin ich aufgewachsen. Somit bin ich, und ich bin doch nicht!

Ein Wolf, in einem Rudel. Ein Wolf unter Wölfen. Welch schöne Vorstellung. Auf der Jagd und sonst wo, stets in Sicherheit. “I would trust them all the time.“

Überall wo ich nur hinschaue sehe ich das Alter, das Gebrechen, die Krankheit und den unvermeidlichen Tod. Ich blicke ihnen in die Augen und sehe die nackte Angst. Ich sehe was sie sehen, ich fühle was sie fühlen. 

An einem dunkleren Ort, fliegt die Kraehe über dem Wolfsrudel. Die Kraehe sieht die Wölfe, wie sie durch die unendlichen, melancholischen Weiten einer getrübten Welt streifen. Die Kraehe sieht alles, sie vermag es nicht ihnen zu helfen und fliegt weiter.

Ich spüre es ein jedes Mal.  Es passiert in einem Moment der Ahnungslosigkeit. Diese sich sehr stark pathologisch verhaltenden Wesen, wie sie mir immer und immer wieder versuchen den Weg zu versperren. Ein jedes Mal sehe ich wieder und immer wieder, die entsetzlich große Enttäuschung, wenn es ihnen bewusst wird...

Home Sweet Home 2





Ihre Kraft reicht nicht einmal im geringsten aus, um mich zu stoppen.

Sie sind unwissend, ich mache es ihnen nicht zum Vorwurf! Denn sie wissen nicht, was ich getan habe! Was ich gesehen und am eigenen Leib, schmerzlich erfahren habe. Meine Ohren schmerzen noch heute von dem Höllenlärm, den ich in jener Zeit gehört haben. Meinen Augen tränen wenn die Vergangenheit wieder zur Gegenwart wird. Jede Zelle meines Körpers hat diese Erinnerungen abgespeichert, sodass es mir nie möglich sein wird zu vergessen. Früher wollte ich es vergessen, als wäre es nie geschehen. Doch solche Dinge kann man nicht vergessen, und es ist gut so. Es ist gut so wie es ist! Alles in meinem Leben, in ihrem Leben, in dem auch ich eine Rolle spiele, alles hat doch irgendwie einen Sinn. Selbst dann, wenn es dem Betrachter, paradoxerweise völlig sinnlos erscheint.

Freundschaften, Menschen die niemals Freunde waren. Menschen die einander nie gekannt haben und niemals kennen werden. Freunde, emotionslos, alles so oberflächlich, nichts als Lügen. Ich brauche sie alle nicht.

"I don't give a fuck!"

Alles was ich zum Leben brauche, alles was mich glücklich macht, habe ich zuhause!