Freitag, 8. April 2016

Freund und Engel



Hallo mein alter Freund und ganzpersönlicher Schutzengel. Gerade eben habe ich "tua mamma" getroffen. Wir sind nun wieder quit, ein für alle mal im Reinen miteinander. Zueinander haben wir nun unsere Grenzen abgesteckt. Für alle Zeiten. Ich bitte dich bleib doch noch bei mir, vor allem jedoch bitte ich dich bleib bei ihr, oder ganz einfach, bleib bei uns. Ich danke deiner Mutti und vor allem Gott dafür, dass wir uns hier wiedersehen durften. Wie es mir jetzt geht fragst du? Leicht verwirrt, jedoch entschlossen und frischen Mutes. Mein Kummer steht nach wie vor dicht an meiner Seite, ich nehme mich wahr und fühle. Seit langem fühle ich wieder, endlich. Wo war ich denn nur all die Zeit? Ich habe mich verkrochen. Versteckt, vor der Realität. Auf der Flucht vor mir selber. Beflügelt flog ich hoch. Vorbei an meinen Sorgen und Nöten. Hinweg, über düstere Täler. Und nun? Karteikarten-Lernsystem, viel Zeit und vor allem Ruhe. Endlich wird es wieder ruhiger. Ich gönne mir die Ruhe, und warte auf die Erkenntnis. Die Erkenntnis kommt, sie kommt von ganz allein. 
Mein lieber Freund, der du bist ein Engel an meiner Seite, du bist mir vorausgegangen. Auch ich wollte dir folgen, ich wollte nicht wissen weshalb du damals gegangen bist. Stets wollte ich nur wissen, wie es dort wohl ist, wo du schon so lange bist. Mein lieber Freund, Engel an meiner Seite, ich danke dir und Gott, dass ich noch bin. Hier stehe ich, stehe im hellen Schein der Frühlingssonne. Ich schreibe dir voller Wonne, frohen Mutes, an manchen Stellen ganz unverschönt.
Ich weiß nicht wieso, weiß nicht woher und erst recht nicht wohin. Doch eins weiß ich, wieso auch immer, ob Glück oder Gegebenheit, ich weiß, ich lebe.