Sonntag, 20. Juli 2014

Samstag, 19. Juli 2014

kurz vor dem Zubettgehen



Durch den langen Tag bis spät in die dunkle Nacht. 

Manchmal, er kannte den Weg und er hätte ihn blind gehen können, rannte er durch die Straßen seiner Vergangenheit. Er stand atemlos vor dem alten Haus, nein, es war eine Burg, im Dorf, nein, in der Stadt. Eine Burg kurz vor dem Zerfall, man nannte sie die „Sperma-Burg“. Gott weiß warum?! Um ehrlich zu sein wollte er es auch gar nicht wissen, deshalb hatte er auch nie nachgefragt.

Die Fenster und die Türen dieses alten Gebäudes waren mit Brettern zu genagelt. Nach Sonnenuntergang wollte er nicht einmal in der Nähe dieses maroden Bauwerks stehen, er wollte einfach nur weiter. Laufen, schweißgebadet, getrieben von immer und immer wiederkehrenden Gedanken, Ängsten aus einer längst vergessen geglaubten Vergangenheit.

Doch zum Glück, so dachte er, gab es diese wundervollen Orte, die erst so wundervoll wurden weil so wundervolle Menschen diese Orte mit Leben füllten.

Manchmal, er kannte den Weg und er hätte ihn blind gehen können, suchte er jene Orte der Ruhe, der Entspannung auf, manchmal traf er dort sogar auf Menschen, freudvoller Natur, die ihm eine Hand voll Leid von seiner Seele nahmen. Manchmal galt es einfach nur den Schmerz zu lindern. Ohne Frage, er war ein wahrer Meister der Schmerzlinderung. 

Er, der, den alle nur als lustig umherhüpfenden Hofnarren kannten, er wusste wie man eine altbekannte Geschichte erzählt, die so noch kein Mensch zuvor gehört hatte. Doch in jener Nacht, kurz vor dem Zubettgehen, war er definitiv zu müde um seine Geschichte zu erzählen.  

Freitag, 18. Juli 2014

Donnerstag, 17. Juli 2014

Gedanken nach einem Sonnenuntergang



Ein neuer Text fließt, die Zeit eilt rasend schnell an mir vorbei. Bilder verblassen, meine Sehkraft vermindert sich. Die Menschen um mich herum nehmen Einfluss auf mich, sie geben mir einen neuen Takt vor, gemeinsam tanzen wir zu neuen Klängen.
Nach einer bewegten Zeit, rastlos, die Segel aufgebläht vom stark wehenden Wind der mir um die Ohren blies, folgt nun auch wieder eine Zeit der Entspannung. Ein Abschnitt endet und ein neuer Abschnitt im Leben eines Jeden beginnt, gleich hier und jetzt. Ich bin froh über alles was wächst, grünt und erblüht. Der Anblick des Lebens im Schein der Sonne erquickt und beflügelt mich. 
Doch sobald die Sonne hinter dem Hügel unter geht bin ich zutiefst betrübt über alles Vergangene und erst vor kurzem Verstorbene. Ich trauere den Seelen hinterher die von ganz unten nach ganz weit oben gegangen sind. Ohne Abschied nehmen zu können schieden sie dahin, verließen das weltliche Dasein. Ich hoffe sie alle sind nun gut angekommen.

Ich danke meinem Buddha, streichle ihm sanft den kugelrunden Bauch, ich danke Gott oder Gott weiß wem, bin einfach nur dankbar, dass ich beim Untergang der Sonne nicht alleine auf der Bank sitze ;-)