Dienstag, 13. Dezember 2011

René Marik - Alles Ist Pop




ALLES IST POP

von

René Marik


QUELLE:www.jamba.de

Montag, 12. Dezember 2011

Peugeot 504


PS:...........................................................................................................................................94

                                 Produktionszeitraum:..................................................1968–1983 (außerhalb Europas: bis 2005)

    Leergewicht:........................................................................................ca 1200 kg (je nach Modell)

                                 Länge:.....................................................................................(Lim.) 4486 mm (Kombi) 4800 mm

                                 Breite:...............................................................................................................................1690 mm

     Höhe:.......................................................................................(Lim.) 1460 mm (Kombi) 1550 mm

Sonntag, 11. Dezember 2011

Lyonel Feininger



„Kunst ist nicht Luxus, sondern Notwendigkeit.“

LYONEL FEININGER

 1871-1956, dt.-amerik. Maler u. Grafiker


Aktuelle Ausstellung:

28. Oktober 2011 bis 8. Januar 2012
Städtische Galerie in der Reithalle
Paderborn-Schloß Neuhaus
Im Schloßpark 12 · D-33104 Paderborn
Tel. 0 52 51 / 88 10 76 (Fax 0 52 51 / 88 10 61)
staedtische-galerien@paderborn.de
www.paderborn.de/kultur

Lebe lieber langsam





Manchmal fahren sie ihr kostbarstes Gut, das Leben, welches ihnen wurde nur einmal gegeben, sehr hart am Limit. Bewusst, oder unbewusst, am Ende heißt es dann: „Hätte ich es doch besser gewusst, dann hätte ich...“  

Vollgas, Endgeschwindigkeit, auf Feuerrädern am frühen Morgen und in der Nacht. Auf der Bahn, schnurstracks geradeaus, Vollgas, Endgeschwindigkeit. Durch Alleen, rechts und links dicke, wuchtige Bäume, hoch und höher noch als Häuser. Über Land- und Bundesstraßen, vorbei an  hungrigen, Sonnenlicht fressenden Photovoltaikanlagen, vorbei an nonstop rotierenden Windrädern, ganz schnell vorbei, mit Vollgas, Endgeschwindigkeit. 

Eine Geschwindigkeit die keine Ampel, kein Schild und Starenkasten zu mindern vermag.


Ein äußerst markanter Fahrstil, hart am Limit, vorbei geleitet von lichtreflektierenden Markierungen auf der Fahrbahn, vorbei geleitet an den vorgeschriebenen Richtungen, dem Strafgesetzbuch. 
Manchmal fahren sie ihr kostbarstes Gut, das Leben, welches ihnen wurde nur einmal gegeben, sehr hart am Limit und fühlen dabei ihren malträtierten Körper nicht mehr. Wie verlorene, die sich hoffnungslos im Schilderwald verirrt haben.

Tag für Tag schalten sie in den letzten Gang. Vollgas, von null auf einhundert achtzig, wenn es sein muss auch mit kaltem Ottomotor, in null Komma nichts Sekunden, rasen sie dahin und verbrennen teuren Sprit bis dass die Leuchte leuchtet.

Aus weiter Ferne ertönt ein Alarmsignal welches sie, schon lange nicht mehr hören.


Monströser Stress, Tag für Tag, sei es auf der Arbeit, schneller, schneller, besser, besser, mehr, mehr, weiter, weiter. „Siehst Du die Schweißperlen auf meiner Stirn? Die kommen nicht vom herumstehen!“


Exorbitanter Stress,  Tag für Tag, sei es im  Alltag, Lebensmittel einkaufen, kaufen, kaufen, Essen kochen, Essen essen, Ping Pong,  hin und her, zwischen Ekel und Genuss, Ressourcen für den Eimer und die Kloake.


Monumentaler Stress, Tag für Tag, sei es in der  Freizeit, erst Fitness, dann Shoppen dann mal wieder so richtig k****n gehen.

Sie fahren ihr Leben, das kostbarste Gut, gegen die Leitplanke, gegen den Brückenpfeiler, gegen die Wand. 

Ein Leben, so schnell, wie ein unwahrscheinlich schnell wirkendes Abführmittel.         

Dienstag, 6. Dezember 2011

Kurtis Blow - Christmas Rapping


Flucht und Verwandlung - Nelly Sachs




19.11.2011 - 29.01.2012
Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund  



Kontakt:
Projektbüro Nelly Sachs
gewerk GmbH
Bundesallee 87
12161 Berlin
www.nellysachs.com

Montag, 5. Dezember 2011

Gemeinsam stachen wir in See




Zu jener Zeit, ganz am Anfang, lang ist es her, kannten wir einander kaum. Wir saßen in dem selben Boot. Du (grimmig drein blickend) am Ruder, ich (nichts wissend) an der Takelage. 


Es lotste uns durch die Strömungen der Weltmeere ein seekranker Navigator mit starrem Blick nach vorn. 


Wir beide waren damals sehr naiv gewesen. Wir erkannten die Gefahr nicht, wir vertrauten blind, denn wir waren davon überzeugt, dass man uns auf den richtigen Kurs bringen wird.  Im Nachhinein weiß ich, dass wir in die Irre geführt wurden.


Der seekranke Navigator mit dem starren Blick nach vorn brachte uns in ungeahnte Schwierigkeiten, die wir selbst mit Manneskraft, viel Schweiß und schmerzhaften Blessuren nicht bewältigten konnten. Es war eine schwierige Zeit gewesen. Es war die Zeit in der wir einander kennen und sehr stark zu schätzen lernten.


Am Ende kam es wie es kommen musste- der Kahn lief auf Grund und binnen Minuten ging er unter.

Weinend saßen wir in den Rettungsbooten, hilflos mussten wir zusehen wie all unsere Träume auf den  Grund des Meeres sanken und insgeheim bangten wir vor einer ungewissen Zukunft.

Sonntag, 4. Dezember 2011

PROJEKT KUNST



Aktuelle Ausstellung:

PROJEKT KUNST

Der Kopf alleine reicht nicht aus

Forum für Kunst und Spiel

Städtische Galerie Paderborn,  Am Abdinghof, Kreuzgang

13.11.2011 - 22.1.2012

„Rauchen ist schlecht für die Gesundheit!“



Heut zu Tage weiß doch jedes Kind dass, das Rauchen von Zigaretten mit tödlicher Sicherheit einem selber und auch den Menschen in der unmittelbaren Umgebung erheblichen Schaden zufügt. Menschen die sich nicht wehren können, beispielsweise Kinder von Rauchern, leiden besonders stark unter diesem gesundheitsschädigenden Einfluss.

Der dichte, blaugraue Rauch zog von vorne nach hinten und hüllte ihn und seinen Bruder ein und es legte sich der “Schleier des Todes“ über die beiden Kinder. Nachdem ihre Eltern die Glut der aufgerauchten  Stummel im Ascher erstickt hatten, wurden kurz die von innen vergilbten Scheiben herunter gekurbelt, und schockgelüftet mit 180km/h auf der Autobahn in Richtung Belgrad.

Sie waren auf dem Weg in die Heimat, auf dem Weg in die Türkei.

Nach einer dreitägigen Abenteuerfahrt (die sich alljährlich in den Sommerferien wiederholte) stieg die vierköpfige Familie aus dem Auto. Zwei Erwachsene und ihre beiden Kinder, hustende Nikotinpflaster, die da mit gereizten Augen standen und von ihren rauchenden Verwandten abgeknutscht und in die Wangen gezwickt wurden.

Erster Schultag

Es war sein allererster Schultag, an den er sich krampfhaft versuchte zu erinnerte, während er das Polaroid in seiner Hand betrachte. Auf dem Bild waren er und sein Vater zu sehen. Er stand da in seinen ausgewaschenen Karottenjeans mit Hochwasserstand. In  seinem Arm lag eine riesengroße Schultüte. Neben ihm stand sein Fathi, sehr stark rauchend, mit dem Glimmstängel zwischen den schmalen Lippen.

Überall, wo Freunde und Familie aufeinander trafen, dort wo man gemeinsam aß und trank, überall, ob im Garten unter der Laube, oder in einem der kleinen Zimmer in der dreiundfünfzig Quadratmeter Wohnung, es wurde sehr stark geraucht.


Seine persönliche Zeitleiste rauf und wieder runter, zu jeder Zeit, in jedem Abschnitt seines Lebens gehörte die Zigarette (unnatürlicher Weise) dazu.

Auf dem Balkon

Wie traurig“, dachte er sich heute, den Blick auf seine Schachtel Lucky Strike gerichtet. Traurig war er, denn nach dreieinhalb Jahren der Abstinenz, ganz unerwartet, in einem Moment der Schwäche, war er wieder dem Rauch verfallen.
Der ekelhafte Rauch, der an ihm haftete, wie ein klebriges Kaugummi unter seiner Schuhsohle, hatte sich wieder über ihn gelegt wie der “Schleier des Todes“. 
Viele Jahre waren seit den langen Autofahrten in die Heimat vergangen. Nun stand er in der Rolle des Vaters. Er, das Kind von damals, stand auf dem Balkon und zog noch ein letztes Mal an seiner Zigarette. Verblasste Erinnerungen wurden lebendig, Konturen wurden schärfer und die Bilder bekamen wieder Farbe.


Er drückte seine noch qualmende Zigarette aus und schmiss die noch halb volle Schachtel in den Mülleimer.