Dienstag, 22. März 2011


Spät in der Nacht. Am Tag nach dem Tag des kalendarischen Frühlingsanfang.

Wohlig warm schien Stunden zuvor die zu fünfundzwanzig Prozent aus Helium bestehende Sonne. Einstrahlungen sondergleichen. Wohlig wärmende Luft umhüllte sein ganzes Gemüt. Alles war so fluffig, alles war so leicht.

Keine Spur von einer schweren Schneedecke, bestehend aus Unmengen von Splittersteinchen,  angereichert mit hoch giftigem Dreck, welcher in den Boden gesickert war, welcher den Bordstein entlang in die Kanalisation geflossen war. 

Dieser erste Tag im Frühling war so unwahrscheinlich schön gewesen.

Doch  als die zu dreiundsiebzigkommafünf Prozent aus Wasserstoff  bestehende Sonne sich ihrem täglichen Untergang näherte, als die restlichen eineinhalb Prozent der schweren Element an ihrem Rockzipfel zogen , als die Schatten immer länger wurden, sah er etwas angsteinflößendes vor seinen trübe drein blickenden Augen vorbei huschen.

Des Nachts, als ein kalter Schauer ihm stampfend über den Rücken lief. Des Nachts, als sein zentnerschweres Schwergemüt aus der Verankerung riss und von hoch oben hinab sauste und laut krachend auf ihn drauf fiel. 

Einem vorbeigehenden Passanten verschlug es den Atem. Der Passant, der seinen Augen nicht traute, wurde Zeuge dieser Fantasievorstellung. Eine kostenlose Vorstellung bei Nacht, im gelben Schein der Peitschenlaterne.

Dem armen Mann raubte es gänzlich den Atem. Kalte Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn, sein Blutdruck fiel, sein Atem wurde langsam und schwach, leichenblass fiel er in Ohnmacht.         

Sonntag, 20. März 2011

Glück empfinden (1)



Frühling, hautnah, hell und wohl wärmend. Welch ein Glück dachte ich mir heute morgen beim Laufen. Strahlende Gesichter, lauter glückliche Menschen um mich herum.

Welch ein Glück, dass nach jedem Winter der Frühling kommt, welch ein Glück, dass ich gesund und fit genug für einen gemütlichen Dauerlauf bin. Welch ein Glück...

Es war ein gutes Gefühl, ein glücklicher Moment am Frühstückstisch, nach dem Joggen, nach einer heißen Dusche, noch dampfend warme Brötchen, frisch gepresster O-Saft, das nenne ich Glück, denn das macht mich überaus glücklich.  



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Leckerste Schokoladenmilch


Der wohl weltbeste Schokodrink ever. Früher gab es Chocomel auch in praktischen 0,3 L Dosen zu kaufen. Ist mir persönlich fast lieber als Chocomel aus der Tüte.

Aber eigentlich ist es mir ganz egal, hauptsache lecker Chocomel :D

Glück empfinden (2)



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Erst neulich habe ich darüber nachgedacht, wie sehr mich manch einfache Dinge glücklich stimmen. Manchmal ist es so einfach glücklich zu sein.

An dieser Stelle spreche ich nicht von dem Glück eines Glücksspielers (unter Millionen von Glücksspielern) zu sein, der im Samstags-Lotto den großen Jackpot geknackt hat.

Ich spreche von den kleinen Glücksmomenten in denen man sich über ganz kleine Dinge erfreuen kann. Die Rede ist von dem ganz individuellen Glücksempfinden, welches meiner Meinung nach schlicht weg notwendig ist um ausgeglichen zu sein. Es ist etwas, für das man einem Kind gleich, stets offen sein sollte.

Doch wir sind keine Kinder mehr, und gerade deswegen scheint alles nur so einfach zu sein. In Wirklichkeit jedoch ist es unwahrscheinlich schwer. Obwohl es quasi auf der Hand liegt, direkt vor uns, sichtbar für jeden, nur leider nicht für den Betroffenen.

Manchmal, so scheint es mir, suche auch ich nach dem Glück. Nur leider vergebens. In einem gestressten Alltag vergisst man sehr schnell wie es war glücklich zu sein, ohne angestrengt danach suchen zu müssen.

 Heute ist es so, dass ich nach einem leckeren Häagen-Dazs-Eis, einem heißen Bad oder nach einem Lauf durch die Wälder und um die umlegenden Seen herum ein einfaches Glücksempfinden habe.
Früher habe ich es so gar nicht wahrgemmon, es war irgendwie nicht so ein Genuss wie heute.


Also stellt sich doch die Frage: Was muss, oder was kann man tuen um glücklich zu sein?“


 Die Möglichkeiten sind schirr unendlich. Die Kunst dabei ist doch, herauzufinden was einem gut tut:

„Was macht mich glücklich?“

Graffitis In The Hood




Eisbär Knut



(* 5. Dezember 2006  † 19. März 2011)



Wenn man Kemal Kayankaya heißt, aber kein Wort türkisch spricht, und obendrein in Frankfurt als Privatdetektiv seinen Lebensunterhalt verdient, kommt man wohl nicht umhin gegen dieses harte Schicksal anzutrinken. Ein toter Türke, ein Haufen verschwiegener Bullen und schon steckt Kemal wieder mittendrin. Mit der Hilfe eines Ex-Kommissars und einer drogensüchtigen Prostituierten kommt Kayankaya schließlich einem Sumpf aus Korruption, Gier und Hass auf die Spur, und nichts kann ihn stoppen … 

Samstag, 19. März 2011

Freitag, 18. März 2011

1000 Kraniche für Japan


In Gedenken an die Opfer und in stiller Anteilnahme habe auch ich den Kranich, als Zeichen der Trauer, gefaltet.

Mehr Informationen zu dieser Aktion findet ihr bei Abraxandria.und Superlicious Sailor Scout

Mittwoch, 16. März 2011

Simone de Beauvoir


* 9. Januar 1908 in Paris; † 14. April 1986

„Ich bin da, mein Herz schlägt.“

Dienstag, 15. März 2011

Der Spaziergang (2)



Es kam ihm vor wie ein Spaziergang. Ein Text in den bunten Frühling getaucht. Ein Text wie ein Spaziergang durch die gepflegten Gärten eines längst verstorbenen Königs. Seine Worte gingen spazieren. Im Schlossgarten, um das Schloss herum, entlang der Gräfte, rund herum, im seichten Strom, im Gleichschritt mit den Karpfen, die so groß waren wie kleine Menschenkinder.

Glückselige, in den blauen Himmel lachende Kinder. Über holprige Wege, fest im Griff, an der warmen, sicheren Hand der großen  Menschen, der Erwachsenen.

Leute mit und ohne Gehstöcker. Spitze Abwehrspieße zu seiner Rechten und zur Linken, rasend schnell huschten sie an ihm vorbei. Herrscharen, eine Ansammlung von Menschen, manche von ihnen verliebt drein blickend, manch andere, träumend, in den Tag hinein.

Wörter reihten sich aneinander Schöngeister spazierten sinnfrei. Wörter warfen sich durcheinander, als sich das eine Wort aus ihrer Mitte löste und auf Wanderschaft ging.
Wandern wie ein Erdenbürger. Über die Erde wanderte ein Bürger. Er nagelte bunte Wanderplaketten an seinen Wanderstock. Es war sein Wunderstock, welchen er stolz präsentierte. Frisch polierte Plaketten blitzten und blinkten im Schein der Sonne. Plaketten, welche symbolisch für die schönsten Wanderpfade Deutschlands standen.

Fröhlich pfeifende, gleichgesinnte Wanderer kamen ihm entgegen. Wörter stießen ihn an. Sie kamen von überall her, sie kamen von allen Seiten, kreuz und quer.

Der Verlust (1)



Anlässlich seiner liebsten Jahreszeit hatte er bereits Tage zuvor einen wortreichen, bunt schillernden Text vorbereitet. Wie eine Blumen-, Blüten-, Blätterexplosion, ein farbenfrohes Spektakel vor blauem  Frühlingshimmel. Dieser positiv gelobte Text entwickelte sich jedoch zusehends zu einem Drama. Ein Drama sondergleichen.
Leider, mit schmerzendem Herzen  (ein Klagelied ertönt im Hintergrund) musste er zur späten Abendstunde den schweren Verlust seines “Frühlingstextes“ kundgeben.

Wort für Wort, Zeile um Zeile hatte er an jenem Tag nieder geschrieben. Doch nun, Minute um Minute verblasste sein zuvor geschriebener Text. Wort für Wort, Zeile um Zeile ging für immer verloren.

Er schloss seine Augen und versuchte sich zu erinneren. Er schloss seine Augen und versuchte zu retten was noch zu retten war.

Beastie Boys - Intergalactic


Die Vogelscharr (4)





© Albrecht E. Arnold / pixelio.de










Die Vogelscharr hoch über ihm.
Heimkehrer, Nestbauer die sein leicht unterkühltes Herz im Vorbeiflug für einen lang anhaltenden Moment erwärmten.

Die Natur erwacht (3)


Federführend war das Erwachen der Natur, es war der  Frühling.

Der Frühling - stimmungsvoll und farbenfroh: „Ach, wie sehr hab ich dich vermisst.“, dachte er sich in Mitten des Pulks, dicht an dicht gedrängt, hoch oben auf der Aussichtsplatform. Oben, kurz vor dem Ende, bei Sonnenuntergang, am Abend.

Er blickte auf seinen fertigen Text  und überflog noch einmal Wort für Wort. Er las konzentriert, während hoch über seinem Haupte die gefiederten Vorboten vorbei flogen. Er stoppte, horchte auf und blickte gen Himmel.

Montag, 14. März 2011

Claude Elwood Shannon


(* 30. April 1916† 24. Februar 2001) 

Westernhagen - Wieder hier


Im Weltall



Ten. Im Weltall. Nine. Der kosmischen Strahlung ausgesetzt. Eight. Schwerelos und ganz allein. Seven. Abgedriftet von der Mutter aller Mütter. Six. Abgedriftet von dem blauen Planeten, der Erde. Five. Von hier aus sieht alles so furchtbar schön aus. Four. Betrachtet als Ganzes.  Three. Grenzüberschreitend. Two Vollkommen. One. Einem Wunder gleich. Zero. [...]  

Sonntag, 13. März 2011

Sehnsucht



Besinnung im Sinne der‭ ‬individuellen Entspannungsmöglichkeiten.‭ ‬Entspannen und dabei an nichts‭ ‬weltbewegendes denken.‭ ‬Im Einklang mit‭ ‬sich selbst‭ ‬sein.‭  ‬Ganz nah bei‭ ‬sich‭ ‬und‭ ‬seinem‭ ‬inneren‭ ‬Qi.‭

Mit Sicherheit ein wohlig warmes,‭ ‬um nicht zu sagen‭ ‬ein sehr‭ ‬starkes,‭ ‬lang ersehntes Empfinden.‭

Doch für ihn war es‭ ‬schirr ungreifbar.‭ ‬Es war leider nur eine Sehnsucht.‭ ‬Ein chronisch schmerzendes Gefühl.‭ ‬Zäh und‭ ‬ klebrig von der Konsistenz.‭ ‬Wie eine ätzende Lauge‭ ‬ auf empfindlicher‭ ‬Haut.‭ ‬Es brannte.‭

Flirrend heiße‭ ‬Schlierenbilder‭ ‬stiegen auf.‭ ‬Der‭ ‬Dunst‭ ‬über versandetem Boden trug seine Gedanken hinfort.‭

Einst,‭ ‬in einer anderen Zeit,‭ ‬wuchsen hier noch ‬immergrüne‭ Pflanzen‭ ‬gen‭ ‬Himmel.  ‬  Es lebten hier noch‭ ‬Menschen in achtsamer Freundlichkeit. ‬Schillernd bunt waren ihre Gemüter.‭  ‬Wohl klangen ihre Lieder .

Behutsam wogen sie ihn wie auf seichten Wellen. Friedvoll hoben sie ihn über das dicht bewachsene Blätterdach, des ewig grauen Dschungels.‭ ‬

Gemeinsam lebten sie in den blauen Tag hinein‭ ‬und‭ ‬genossen den‭ ‬süßen‭ ‬Saft der‭ reifen ‬Mango‭.

Heute,‭ ‬Tag ein,‭ ‬Tag aus,‭ ‬schlurfend über sandigem Boden,‭ ‬ gefangen in einem‭ ‬Traum,‭ ‬sah er flimmernde,‭ ‬sich‭ ‬reproduzierende‭ ‬Sequenzen aus der Blechkonserve.

In weiter Ferne lag nun die‭ ‬karibische Schönheit.‭ ‬Schaukelnd zwischen zwei‭ ‬hoch gewachsenen‭ ‬Palmen,‭ ‬in einer Hängematte,‭ ‬auf‭ ‬einer‭ ‬Insel im Herzen aller Schwergemüter.‭