Donnerstag, 24. Juni 2010

Achtelfinale, England wir kommen!!

Lasst alle Eure Fahnen hängen, denn wir haben es geschafft!! Ich habe das Spiel gestern Abend (während der Spätschicht) im Radio mitverfolgt. Ich hatte ja schon das Schlimmste befürchtet, als es dann geschah:

"DANKE MESUT!"
(Mesut Özil und Jan Delay - Durch das Jahr 201Özil) 
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Mittwoch, 23. Juni 2010

Am Tresen vom Schinderhannes



Murat war gerade mitten im Gespräch mit seiner liebreizenden Freundin Mariane,‭ ‬als der alkoholisierte Manfred neben ihm am Tresen sagte:‭ „‬Hör mir mal gut zu du charmant drein blickender Schwarzkopf.‭ ‬Du kommst hier jedes Wochenende her und schnappst mir die hübschesten Frauen weg.‭“ ‬Mariannes Alarmglocken fingen an zu leuten.‭ „‬Mensch Murat das ist es nicht wert.‭ ‬Lass den Idioten.‭ ‬Er will dich nur provozieren.‭“ ‬Mariane hatte Angst dass die Situation gleich eskalieren würde.‭ ‬Murat nahm einen langen Schluck von‭ ‬seinem Weizenbier und antwortete:‭ „‬Sag mal,‭ ‬sitzen dir etwa deine Zähne zu eng‭? ‬Soll ich dir etwas Luft verschaffen‭?“ ‬Manfred:‭ „‬Oh,‭ ‬bibber,‭ ‬bibber,‭ ‬das Schwarzköpfchen ist auf Krawall gebürstet.‭“ ‬Murat:‭ „‬‬Wenn du scharf auf hübsche Frauen wärst,‭ ‬verdammt,‭ ‬dann würdest du prinzipiell mal etwas später anfangen zu trinken.‭ ‬Und jetzt hör auf mich von der Seite an zu labbern.‭“ ‬Murat wollte sich gerade umdrehen als Manfred prompt sagte:‭ „‬Hör mir mal gut zu du arrogant drein blickender Schwarzkopf.‭ ‬Ich habe daheim schon eine liebe Ehefrau sitzen.‭ ‬Sind doch eh nur Matratzen die du abkriegst.‭“ ‬Murat sehr stark erbost,‭ ‬mit errötetem Haupte:‭ „‬Du regst dich über mich auf , weil ich dir angeblich die schönsten Frauen wegschnappen‭?! ‬Jetzt hörst du mir mal gut zu ,du unverschämtes Arschloch.‭ ‬Sag mal, welche Vorurteile nagen an deiner kranken Seele,‭ ‬welche Komplexe brodeln gerade in deinem alkoholisierten Hirn hoch‭? ‬Hast du Armleuchter denn überhaupt keine Würde.‭ ‬Deine Frau daheim tut mir leid.‭ ‬Sie tut mir leid,‭ ‬dass sie von so einem Wixxer wie dir geblendet wurde.‭"
 

Montag, 21. Juni 2010

Hilary Hahn - Bach Concerto for violin, BWV 1041 (MOV 1)


Schattenspiel - What A Wonderful World


Minoş & Me


Eine Zicke sondergleichen. Eine gefiederte Flugwurst. Eine Nahtoderfahrung. Zwei Operationen: "That's Me!"

M I N I - M I N O Ş

Sonntag, 20. Juni 2010

Ken Follett - Die Pfeiler der Macht

Ken Follett - Die Säulen der Erde

Awesometown - Intro


Tone Loc - Funky Cold Medina


Keine Zeit zum Leben 1



Die Weisen eines jeden Volkes wissen es, der Arzt rät es uns, die mit Schwermetall belastete Seele dankt es Dir: Ruhe, fern ab der Welle, weit entfernt von den außerordentlich hohen Pegelständen der  Reizüberflutung.  

Wir drehen “up”, wir drehen “down”. Wir drehen uns, weil sich alle anderen drehen. Wir sehen uns, aus den Augen der Anderen. Wie auf dem Jahrmarkt spiegeln Zerrbilder unser ich.

Wir wollen uns auf leisen Sohlen davon schleichen. Gehen, wenn alle anderen gerade erst gekommen sind. Sich zurück ziehen, sich besinnen. Die Ruhe auf den sehr stark beanspruchten Geist wirken lassen. 

Keine Zeit zum Leben 3


Wir heben ab, wir steigen auf. Es ist so schön, so gar nicht wie wir dachten. Alle lieben sich, manche direkt vor unseren Augen. Hemmungslos, schamlos, total entblößt. Barfüßig schreiten wir durch ein knallig rotes Mohnfeld. Vereinzelt, paarweise, in Gruppen. Strahlende Gesichter. Gesunde, zweiunddreißig Zähne die einen unbeschwert und heiter anstrahlen. Pure, unverfälschte Schönheit, so weit das Auge reicht.

Keine Zeit zum Leben 2


Wenn es sich so weiter dreht, wenn die Rotationskraft zunimmt, wenn der Mittelpunkt sich verlagert und wir immer mehr an den Rand gedrängt werden, wenn ich es nicht merke, wenn du es nicht merkst, dann ist es gewiss, dann dauert es nicht mehr lang, dann mache ich mich bereit, dann bist du schon lange breit, dann folgt ein lauter Knall: „KNALL!“

Samstag, 19. Juni 2010

Martin Luther King


Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Grösse unserer Autos zu bestimmen; als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit.

Freitag, 18. Juni 2010

Perfect Day - Lou Reed & Bono & Dr. John & Elton John & D. Bowie & Duran Duran


Ausklingen lassen...



Eine schnelle, ja so wahnsinnig schnelle Woche einfach ausklingen lassen. Ein so ungesundes Leben auf der Überholspur, auf dem Seitenstreifen, in verdreckten Raststätten, wie Currywurst mit Pommes und Mayo: "Eine Mantaplatte zum mitnehmen, bitte."

Es duftet nach wilden Wiesenblüten, die aufgehende Sonne, die wunderschöne Landschaft um mich herum. Die Morgenröte im Gesicht, den Wind im Haar. Im Einklang mit mir und der Natur. Wochenende.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Wichtige Information des BMVBS




INFORMATIONSAUSGABE - STRASSENVERKEHRSAMT - JUNI 2010

In Deutschland hat sich die Qualität der Pkw- und Lkw-Fahrer deutlich verschlechtert. Aus diesem Grund hat das Straßenverkehrsamt ein neues System eingeführt um die schlechten Fahrer zu identifizieren.

Mit sofortiger Wirkung werden allen Fahrern, die sich im Straßenverkehr schlecht benehmen -unter anderem durch plötzliches Anhalten, zu dichtem Auffahren, Überholen an gefährlichen Stellen, Abbiegen ohne zu blinken, Drehen auf Hauptstraßen und rechts überholen- Fahnen ausgehändigt. Sie sind rot, mit einem schwarzen Streifen oben und einem gelben Streifen unten. Dadurch sind sie für andere Verkehrsteilnehmer als unfähige Autofahrer zu identifizieren.

Diese Fahnen werden an der Autotür befestigt und müssen für alle anderen Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sein.

Die Fahrer, die eine besonders schwache Leistung gezeigt haben, müssen je eine Fahne auf beiden Seiten ihres Autos befestigen, um auf ihre fehlende Fahrkunst und ihren Mangel an Intelligenz aufmerksam zu machen.

Bitte an andere Verkehrsteilnehmer weiterleiten, so dass alle die Bedeutung dieser Fahnen verstehen.



(Quelle: Eine Rundmail)

Samstag, 12. Juni 2010

Grandmaster Flash & the Furious Five - The Message


Metall News


Fachdeutsch für Schweißer 

Bildung Integriert

Bei HDW absolvieren Kollegen mit Migrationshintergrund (und deutschem Vordergrund) Deutschkurse zur Vorbereitung auf Schweißer-Prüfungen. Im U-Boot-Bau sind diese Prüfungen seit einiger Zeit Pflicht (wie gut dass ich keine U-Boote baue).



Tore für Bildung

Bis zum Jahr 2015 soll jedes Kind auf der Welt ein Recht auf Bildung und den Besuch einer Schule haben. Auf dieses Ziel der Vereinten Nationen macht die Initiative >1goal-Bildung für alle< aufmerksam, die die FIFA und die Globale Bildungskampagne zur Fußballweltmeisterschaft ins Leben gerufen haben.


Schnupperkurse

Hier findet ihr Metall-Ausbildungsbetriebe:


Chancen für Migranten

Beratung und Angebote:

 
Quelle:  

Eine andere Wahrnehmung



Durch das offene Fenster, getragen von der auf der Haut klebenden Nachtluft, drangen lauter brutal laute Fetzen einer sehr späten, stark übernächtigten Gesellschaft in sein industrielärmgeschädigtes Ohr hinein.
Ein scheinbar stark berauschtes, lallendes, laut hallendes Stimmengewirr zwischen den dicht an dicht stehenden Häusern. Stimmen von Betrunkenen. Laute in allen Tonlagen. Der Lärm einer nicht mehr wirklich fröhlich klingenden Fußball-Spaß-Gesellschaft, welche noch Stunden später, nach Abpfiff, nach zwei langweiligen Spielen am Eröffnungstag der Fußball-Weltmeisterschaft, auf der Dachterrasse, leicht exzessiv, stark aggressiv feierten. 

Sein Gehirn arbeitete auf vollen Touren, während sein Körper versuchte zu entspannen, während er mit den Gliedern leicht zuckend, stark schwitzend, durch die Schwüle, durch die Nacht, sich von der einen Seite zu der anderen Seite warf.
Unruhiger Halbschlaf. Außen. Verzerrte, lang gezogene, schräge Töne. Innen. Leicht verschwommen, unklar, aus der Ferne.Flackernd, schwarz/weiß und bunte Bilder.  

Alles und noch mehr erschien ihm so surreal. Alles und noch sehr viel mehr war nur in seinen wirren Träumen möglich.

Er, der Kleine, saß zusammen mit ihm, dem Großen, in seinem alten Kinderzimmer mit den bunten Postern an den Wänden. 
Zusammen saßen sie Pizza mampfend und Cola schlürfend, vor dem bunt flackernden einundfünfzig Zoll Fernsehapparat und schauten MTV Yo! Raps. Ein gangster rappender Eiswürfel, auch genannt ICE CUBE, präsentierte sein neues Video. "Brutaler Murder-Rap aus Compton".

„Komisch.“, dachte sich der Kleine und der Große gleichzeitig. Denn fast alle seiner längst verstorbenen Lieblingsschauspieler, aus all seinen Lieblings-Retro-Gangsterfilmen torkelten, scheinbar stark betrunken, wie schwarz/weiße Schlierenbilder, gekleidet in Fußball-Trikots mit Schals und riesen Vuvuzelas in den Händen, durch ICE CUBES bunte, mit Graffitis besprühte Gangsterwelt und sangen ein nicht wirklich fröhlich klingende Lieder. 

Donnerstag, 3. Juni 2010

Ein Zustand wie ein Alptraum - TEIL eins


(orig. Titel: "Signalfarben im‭ ‬fahlen‭ ‬Sonnenschein")


Unterwegs auf einem auffällig lackierten High-Speed-Retro-Rennrad.‭

Er fuhr mal langsam,‭ ‬mal schnell.‭ ‬Entlang dem einst wilden Fluss,‭ ‬gegen den Strom.‭ ‬Um die trockengelegten Seen herum,‭ ‬durch den dunklen Wald.‭  ‬Er fuhr mitten auf der Bundesstraße.‭ ‬Im Gegenverkehr.‭

„Achtung‭! ‬Achtung‭! ‬Ein High-Speed-Retro-Rennrad auf der Bundesstraße‭ ‬666‭!“

Er hatte es satt.‭ ‬Langsamen,‭ ‬trägen,‭ ‬fetten Rentnern auf blitze blank polierten,‭ ‬oder selten benutzten,‭ ‬High-Tech-Trecking-Bikes hinterher zu fahren.‭ ‬Für einen Teilabschnitt seiner Tour,‭  ‬war er jedoch gezwungen genau jenen Rentnern hinterher zu radeln.‭ ‬Radeln,‭ ‬so dass man nebenher laufen könnte.‭ ‬Radeln und lästern.‭ ‬Lästern so laut es nur geht.‭

„Achtung‭! ‬Achtung‭! ‬Läster-Opi auf zwölf Uhr.‭“

Sich künstlich‭  ‬erbosen über junge Eltern,‭ ‬über Familien mit kleinen Kindern.‭ ‬Der Rentnerschreck.‭ ‬Asoziales Pack,‭ ‬welches keinen Platz macht.‭ ‬Schrecklich nette Familien,‭ ‬die nicht ausweichen wenn die bierbäuchigen Könige der Straßen anrollen.‭

Er klingelte rebellisch laut,‭ ‬wollte schreien,‭ ‬wollte schimpfen,‭ ‬doch er biss sich im entscheidenden Augenblick auf die Zunge.‭ ‬Beim schalten in einen höhere Gang,‭ ‬im Überholmodus,‭ ‬als sie auf gleicher Höhe fuhren,‭ ‬als er ihn böse,‭ ‬mit zusammengezogenen Brauen anblickte,‭ ‬dachte er sich:‭ [„‬...‭!“]

Ein Zustand wie ein Alptraum‭ - TEIL zwei


Nur er und der erkrankte Fluss.‭

Wild,‭ ‬tief,‭ ‬aus der Oberfläche ragendes Urgestein.‭ ‬Scharfkantige Trümmer eines riesigen Felsens.‭ ‬Gefährlich und angsteinflößend,‭ ‬seine Stimme.‭ ‬Lautes,‭ ‬rauschendes Wassers.‭
Früher muss es so gewesen sein.‭ ‬Doch heute war es anders.‭
Der begradigte Fluss,‭ ‬glich einem am Rande der Autobahn,‭ ‬jämmerlich verendeten,‭ ‬von Maden durchlöchertem,‭ ‬toten Wildtier.‭ Ein versandetes,‭ ‬immer tiefer und tiefer werdendes Flussbett.‭ ‬Ein bedenklich tiefer und immer tiefer sinkender Trinkwasserspiegel.‭ ‬Wirkstoffe der Anti-Baby-Pille im Flusswasser.‭ ‬Betonierte,‭ ‬verödete Ufer.‭ ‬Er wurde langsamer und immer langsamer.‭ ‬Er stieg aus den Pedalen und blickte voll der Trauer über den langsam,‭ ‬melancholisch dahin fließenden Fluss.

Ein Zustand wie ein Alptraum‭ - TEIL drei


Kühl und frostig empfing‭  ‬ihn der dunkle Wald.
 
Fahles Sonnenlicht und zwielichtige Dämmerung zwischen den dicht gewachsenen Fichten.‭ ‬Hier und da kahle Schneisen durch den Wald.‭ ‬Kyrill hatte auch hier gewütet.‭ ‬Der Wald war seit mehr als drei Jahre von der modernen Forstwirtschaft erst‭  ‬ignoriert und dann erfolgreich vergessen worden.‭    

Am Wegesrand stand eine alte,‭ ‬moosige Bank aus rissigem Gussbeton.‭ ‬Daneben,‭ ‬ein verzinkter,‭ ‬rechteckiger Mülleimer der überquoll.‭ ‬Auf dem feuchten Waldboden lagen halbleere Bierflaschen mit lauter ersoffenen Nacktschnecken drin.‭ ‬Braune Papiertüten,‭ ‬Pappbecher und lauter unnötige Verpackung einer Milliarden schweren Fressindustrie.‭ „‬Für so einen Fastfood-Fraß sollte eine hohe Fraß-Food-Steuer erhoben werden.‭“‬,‭ ‬dachte er sich.‭ „‬Vielleicht...‭“ ‬so dachte er weiter,‭ „‬...würde dann weniger Müll am Wegesrand herumliegen.‭“

‭‬Ein Zustand wie ein Alptraum‭ - TEIL vier


Es war bereits Dunkel.‭ ‬Schwärze und ein kalter Gegenwind ummantelten ihn wie ein schwerer,‭ ‬schwarzer Schleier.‭ ‬Bergauf.‭ ‬Er schwitzte Blut und Wasser.‭ Mitten auf der Bundesstraße ‬666.‭ ‬Die  Fahrbahndecke war stark beschädigt.‭ ‬Der eisigkalte,‭ ‬lang anhaltende Winter hatte ihr sehr stark zugesetzt.‭ ‬T‬iefe Schlaglöcher.‭ ‬ ‬Bergab.‭ ‬Grelles Fernlicht.‭ ‬Die Megaphonstimme in seinem Kopf:
 
„‬Aufprall in drei Sekunden‭!“

Er schaltete in den höchsten Gang,‭ ‬der sich bei hoher Geschwindigkeit wie der leichteste anfühlte.

„‬Aufprall in zwei Sekunden‭!“

Er hob seinen knochigen Arsch vom harten Sattel und lehnte sich über das Lenkrad.

„‬Aufprall in einer Sekunde‭!“

Er ließ los.