Samstag, 27. Februar 2010

Donnerstag, 25. Februar 2010

Und heute gab es...



...Shrimps-Salat "süsss-sauer" aus der Asia-Ecke des Supermarkts meines Vertrauen.

Aimee and Jaguar

Book Of The Week

Prometheus


Erster Teil

Erstes Buch
 
 
[...]

So entstanden die ersten Menschen und füllten bald vervielfältigt die Erde. Lange aber wußten diese nicht, wie sie sich ihrer edlen Glieder und des empfangenen Götterfunkens bedienen sollten. Sehend sahen sie umsonst, hörten hörend nicht; wie Traumgestalten liefen sie umher und wußten sich der Schöpfung nicht zu bedienen. Unbekannt war ihnen die Kunst, Steine auszugraben und zu behauen, aus Lehm Ziegel zu brennen, Balken aus dem gefällten Holze des Waldes zu zimmern und mit allem diesem sich Häuser zu erbauen. Unter der Erde, in sonnenlosen Höhlen, wimmelte es von ihnen, wie von beweglichen Ameisen; nicht den Winter, nicht den blütenvollen Frühling, nicht den früchtereichen Sommer kannten sie an sicheren Zeichen; planlos war alles, was sie verrichteten.


Prometheus


Erster Teil

Erstes Buch
 
 
Da nahm sich Prometheus seiner Geschöpfe an; er lehrte sie den Auf- und Niedergang der Gestirne beobachten, erfand ihnen die Kunst zu zählen, die Buchstabenschrift; lehrte sie Tiere ans Joch spannen und zu Genossen ihrer Arbeit brauchen, gewöhnte die Rosse an Zügel und Wagen; erfand Nachen und Segel für die Schiffahrt. Auch fürs übrige Leben sorgte er den Menschen. Früher, wenn einer krank wurde, wußte er kein Mittel, nicht was von Speise und Trank ihm zuträglich sei, kannte kein Salböl zur Linderung seiner Schäden; sondern aus Mangel an Arzneien starben sie elendiglich dahin. Darum zeigte ihnen Prometheus die Mischung milder Heilmittel, allerlei Krankheiten damit zu vertreiben. Dann lehrte er sie die Wahrsagerkunst, deutete ihnen Vorzeichen und Träume, Vogelflug und Opferschau. Ferner führte er ihren Blick unter die Erde und ließ sie hier das Erz, das Eisen, das Silber und das Gold entdecken; kurz, in alle Bequemlichkeiten und Künste des Lebens leitete er sie ein.

[...]


Montag, 22. Februar 2010

Enzo, der kleine Italiener


Ich lag nach einer wirklich harten Sechstagewoche auf dem Blümchen-Sofa und putzte meine Brillengläser mit einem Zitrusfeuchttuch. Streifenfrei und glasklar blickte ich durch meine Gläser hindurch, blickte aus dem Fenster und sah große Wolken vorbeiziehen. Ich sah einen Löwen, dreiköpfige Drachen und lustige Gesichter.

Ich erinnerte mich an eine Geschichte die mir einfiel. Giuseppe, den alle nur Seppel nannten hatte sie mir neulich erzählt:

"Es war einmal ein kleiner Italiener. Sein Name waaaaar..." Seppel schaute für einen kurzen Augenblick sehr stark angestrengt über meine Schulter hinweg und fuhr dann sogleich fort. "...sein Name war Vincenzo. In dem kleinen Dörfchen in dem er lebte nannte man ihn einfach nur Enzo.

An einem  heißen Sommertag lag Enzo, der kleine Italiener, unter dem dichten Blätterdach eines Wallnussbaums. Er lag so da und döste. Er lag so da und genoss die freie Zeit die er sich, wann immer er sie brauchte, stets zu nehmen wusste. Enzo unter dem Wallnussbaum sah in weiter Ferne die Wolken über sich am Himmel vorbeiziehen. Er sah einen Löwen, dreiköpfige Drachen und lustige Gesichter. Er sah ein pausbäckiges Gesicht, er sah eine fettige, sonnenfritierte Miesmuschel in bunten Shorts.

Der Fremde, offenbar ein verirrter Tourist aus dem Nachbarort, trat in den kühlen Schatten des Walnussbaums.
In furchtbar gebrochenem Italienisch sagte er zu Enzo: „Du schöne, reife Wallnüsse am Baum nicht sehen?! Du kannst pflücken diese. Du starke Mann. Du dann tragen Sack voll Nüsse auf des Marktplatz Mitte. Du dort verkaufen. Ist viel besser, besser als nur liegen unter Walnussbaum den Tag lang.

Enzo blickte hinauf und blinzelte den kugelrunden Touri in Shorts an. Er wollte gerade antworten, als der Mann von oben herab in äusserst schlechtem Italienisch zu ihm sagte: „Du mit das Verdienst vom Markt kaufen neue Schubkarre. Du dann pflücken noch mehr Nüsse und noch mehr kannst verkaufen. Kannst verdienen noch mehr Geld auf Mitte vom Marktplatz.“ Enzo streckte sich wie eine Katze und kratzte sich gähnend am Kopf, als der nervige Touri weitersprach.
Du dann mit verdientem Geld kaufen kleine Fiat-Rapid-Transporter. Du verkaufen viele Nüsse, auf Mitte vom Marktplatz. Du verdienen noch mehr Geld, kannst leisten dir viele fleißige Nüssepflücker und Marktverkäufer.
Du später arbeiten als großer Nussbaum-Boss, kannst auch produzieren Nussbaumöl von riesiger Nussbaumplantage. Du verdienen viel, sehr viel Geld bis deiner Rente. Du dann kannst schönes Leben leben. Kannst dann liegen im Herbst Deines Lebens den ganzen Tag im Schatten von große Wallnussbaum. Kannst liegen im Garten deiner eigenen Villa. Und dann Du...“

Enzo unterbrach den nervigen Touristen der scheinbar zuviel Langeweile hatte, dem es scheinbar Freude bereitete arme kleine Italiener zu belästigen.
"Caca cazzo, geh mir aus dem Schatten. Wieso meinst Du sollte ich erst bis zu meiner Rente warten. Ich habe gestern schon den Tag genossen, ich genieße heute den Tag, ich werde, so Gott will auch morgen und übermorgen noch den Tag genießen. Ich genieße den Tag, ich genieße mein Leben. Tonto, hör auf mich zu belästigen und geh mit Gott."

Enzo schloß seine Augen und dachte sich: "Piú scemoa non potevi nascere - Dumm geboren und nichts dazugelernt!"

Sonntag, 21. Februar 2010

Fjodor Dostojewskij (11.11. 1821 – 9.2. 1881)

 

"Einen Menschen lieben, heißt ihn so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat."

Indianisches Sprichwort

 

"Wirf Dein Herz in den Fluss und dann- schwimm hinterher."

Freitag, 19. Februar 2010

Am Fluß entlang



Meine kurzen Spaziergänge nach der Frühschicht sind wirklich richtig wohltuend 

Faulheit = Strafe




Das Essen, das er im Supermarkt um die Ecke gekauft hatte, brannte wie Feuer. Es brannte auf seiner Zunge, in seinem Rachen, seinem Hals, in seiner Speiseröhre und in seinem Magen. Es brannte und trieb ihm Tränen in die Augen. „Verdammt ist das scharf!“, dachte er sich als er seine Lippen zu einem O geformt kühlende Luft einsog.
Er stand auf und lief wie ein verrücktes Huhn durch die Küche. Er blieb vor dem Spiegel über dem Esstisch stehen und blickte einem zu faul zum Kochen und immer noch hungrigen Mann mit knall roten Wangen ins Gesicht.

The Sopranos - Trailer


Dienstag, 16. Februar 2010

Um den Teich herum


Diese Bilder entstanden heute nach der Frühschicht. Es war ein sehr beruhigender Spaziergang um die Fischteiche herum, als ich warm eingepackt, gut geschützt gegen die klirrende Kälte, mal so richtig  die Sonne genießen konnte. 











Sonntag, 14. Februar 2010

Im Randbezirk (1)


Er war auf der Suche nach einer warmen Mahlzeit, auf der Suche nach etwas Anderem. Er lief halb durchgefroren die kalte Jahreszeit, durch leere Straßen, weit weg vom ohrenbetäubenden Lärm, weit weg vom bunten Faschingstreiben, blieb er vor einer einladend großen Restauranttür stehen. Eine offene Tür, zum Glück.

Im Randbezirk (2)


Dort, wo keine Jecken die Tröten bliesen, dort wo keine Narren lauthals grölend immer und immer wieder die selben Stellen, Endlosschleifen aus Karnevalsliedern sangen, dort saßen sie. Menschen die sich gesucht und glücklicher Weise auch gefunden hatten. „Gesellen des Guten“ im Haus der Gesinde. In Kemals Paradies. Ein Restaurant für jung und alt. Ein Restaurant für paradiesische Stunden. 

Sie saßen und aßen in dem kleinen, von Außen betrachtet unscheinbarem Restaurant. Eine eher unbekannte Lokalität im ältesten Viertel der Stadt. Ein bunt gefüllter Laden, mitten im Herzen des Viertels. Im Viertel der stadtbekanntesten Luden und der schönsten Bordsteinschwalben.

Im Randbezirk (3)


Das Restaurant, bei näherem Betrachten einem Club sehr ähnlich, war rappel voll. Er stand Mitten drin und hatte das Gefühl, dass hier jeder jeden kennen würde. Alle waren gut aufgelegt und alle hatten spaß. Manche von ihnen, so erzählte ihm Kemal im Laufe des Abends, hatten sich eher zufällig getroffen, kennen und mit der Zeit zu schätzen gelernt. Einige jedoch, kannten sich schon ihr Leben lang.

Er setzte sich zu ihnen, tat es ihnen gleich und machte es sich bequem.

Im Randbezirk (4)


Gemeinsam hoben sie ihre Biergläser und tranken große Schlücke Efes Importbier. Ein, zwei kühle Biere, Appetitanreger vor dem Essen, sagte der Wirt mit dem gekräuseltem Oberlippenbart. Anfangs noch schubweise, doch dann gemeinsam mit großer, geballter Kraft, wurden grandiose Rollen vergeben und die Bühne, das Leben erfüllte ihn von innen wärmend mit einer unbeschreiblichen Freude. Sie drehten einen unvergesslichen Film ab. Jeder von ihnen besetzte eine Hauptrolle. In ihrem Film gab es keine Nebendarsteller. Bis sich der Vorhang schloss feierten sie ein rauschendes Fest an einem unvergesslichen Abend.

Im Randbezirk (5)


Es war ein wunderschöner Abend gewesen. Der kemalistische Türk Kemal mit dem gekräuselten Oberlippenbart, hatte sehr viel dazu beigetragen. Denn Kemal hatte sich der Zeit, den Sitten und Bräuchen seiner Wahlheimat angepasst. Er hatte es aber auch geschafft seine eigene Identität zu wahren. Fern der alten Heimat hatte er sein eigenes Süppchen gekocht. Kemal war sehr kreativ und durch punktuell gesetzte Akzente hatte er eine entspannte, rauchfreie Atmosphäre geschaffen, die bei seinen Gästen offensichtlich sehr gut ankam.

Im Randbezirk (6)



Unter dem edlen Schein der Plastik-Kronleuchter tranken sie noch ein letztes Glas Raki, ohne Bedenken, ohne eine anschließende, für die Ewigkeit abschließende Methylalkoholvergiftung. Dazu servierte der „Patron“ persönlich ein unschlagbar leckeres „MEZE“. Er servierte und sie genossen den letzten Gang eines unvergleichlich leckeren Essens. Es wurde viel gelacht, bis dass die Augen tränten. Es wurde spät, als er glückerfüllt durch den tiefen Schnee in Richtung Taxistand torkelte.

Johnny Cash - Redemption


Queen Ifrica - Why


Lenka- Trouble Is A Friend

Freitag, 12. Februar 2010

Die Wahrnehmung


Bei sich, ganz nah, vor dem Einschlafen, nach dem Erwachen, in der Dunkelheit, dachte er sich: „Ich kann nicht weinen.“, dann fragte er sich: „Wieso kannst Du nicht weinen?“.

Minutenlang, schweren Herzens, vor der weichen Tastatur seines Computers, starrte er auf ein knallhartes World Wide Web und dachte sich: „Mit mir stimmt doch etwas nicht.“, dann fragte er sich: „Was stimmt mit Dir nicht?“

Die Wirklichkeit


Er konnte nicht weinen, er konnte nicht einmal mehr schreiben. Für Ewig ausgetrocknet schien er zu sein. Scheinbar fehlte ihm etwas. Waren es die richtigen Worte? Waren es wirklich nur die Worte die ihm fehlten um seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen?

Ausdruckslos saß er da und starrte. Seinen leeren Blick auf ein übervolles Leben gerichtet saß er schweigend, eingeschlossen, in der Stille. Er war hängen geblieben und machte keine Anstalten sich zu befreien, sich loszureißen. Er hing fest. Ganz fest hing er an etwas was nach so viel mehr aussah als es in Wirklichkeit war.

Dem Leben entrückt


Flammen, im dichter werdenden Qualm. Lodernde Flammen. Ein Knistern und ein Knacken. Dichter werdender Qualm. Und er? Er stand einfach nur da und starrte. Er stand auf der anderen Seite und starrte. Er stand hinter einem hohen, soliden Metallzaun, hinter einer rot-weißen Schranke und starrte während Leiterwagen und Löschzug heranrollten.

Ein engagierter Zugführer und eine starke Truppe standen kopfschütteln auf der anderen Seite, vor einer verschlossenen Feuerwehreinfahrt, während drinnen hungrige Flammen alles verschlangen.

Getrübte Realität


Mit voller Blase stand er dem Heulen nahe vor dem frisch geputzten Pissuar als sein Chef herein kam und sich neben ihn stellte. Ein alglattes, nicht nach Fisch sondern nach Armani stinkendes Gesicht blickte ihn breit grinsend, bissig mit scharfeb, gebleichten Zähnen an und trillerte munter vor sich hin als es zu Plätschern begann. Er konnte nicht. Nein, er konnte nicht wenn der bissige Mann im schwarzen Anzug neben ihm stand.  Verzweifelt blickte er ins Becken als sich plötzlich das Pissuar in ein riesengroßes Maul mit riesigen, gebleichten Reißzähnen verwandele. Er schaute einem hungrigen Maul in den Schlund, packte erschrocken und verängstigt ein und zog sich zurück in eine stinkende Kackkabine. 
Sein Chef zog den Reissverschluß seiner "BOSS black edition" hoch und schrie fragend beim heraus gehen, ohne sich vorher die Hände gewaschen zu haben: „Was ist los Junge, klappt es heut nicht?“

Die Tür knallte laut zu, als er leise schluchzend nicht nur Tränen vergoss.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Thema: "Finelines"

homePRODUCTIONZ

Zum Thema: "Finelines" habe ich drei Zeichnungen ausgepackt die man anklicken sollte um sich die Details anzuschauen. Drei Zeichnungen die mit dem Druckbleistift entstanden sind. Zeichnungen zu denen es ansonsten nichts weiter zuzufügen gibt. 

Thema: "Finelines"

homePRODUCTIONZ

Thema: "Finelines"

homePRODUCTIONZ

Thema: "Finelines"

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Das Franken WC


Ihr Geschäft ist unser täglich Brot

Montag, 8. Februar 2010

Mittwoch, 3. Februar 2010

Barfly - Trailer

Kälte


Seine Augen waren entzündet, seine Nase lief und sein Hals schmerzte. Er floh vor dem kalten Wind, vor dem Matsch und dem Schnee. Er, eine extrem leise krähende Krähe, der des Nachts im Mondschein wandelte, fühlte sich traurig, als er über den Marmorboden schlurfte, als er durch den menschenleeren Bahnhof ging. Er fühlte ein großes schwarzes Loch in seinem Herzen,