Freitag, 31. Dezember 2010

Roberto Alfonso Farrell


* 6. Oktober 1949 † 30. Dezember 2010

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Neujahrspost


Was für ein Jahr?! In dem letzten Jahr war so unglaublich viel geschehen. Sein kleiner Mikrokosmos und die Welt dort draußen, alles hatte sich grundlegend verändert.

Manche Geschehnisse konnte und wollte er einfach nicht glauben. Es war so schrecklich und ergab keinen Sinn. Doch es war die Realität.

Es gab auch das ein oder andere Ereignis wo er so stark gehofft hatte dass es wahr sei. Doch der Nachrichtensprecher aus dem Radio nahm ihm die Illusion, denn er sprach leider von einer anderen Wirklichkeit.

Dies waren die Augenblicke in seinem Leben, in denen er dachte, sich selber fragte:

Gibt es da oben so etwas wie eine Kraft die über die Erde wacht? Ist dies sein Werk und sein mir unverständlicher Wille?

Oder sind die Gegebenheiten durch wirre, unvorhersehbare Zufälle entstanden. Traurige Zufälle, von uns selbst erschaffen. Eine Reaktion auf unser Handeln. Kompliziert, scheinbar unlösbar, wie eine schwierige mathematische Berechnungen.“

Unterm Strich, auch wenn das Ergebnis scheinbar korrekt war, wollte und konnte er es einfach nicht glauben.

Nichts desto trotz gab er die Hoffnung nicht auf. Denn nicht alles war verdorben, nicht alles war schlecht, ein Teil der Ernte war noch gut gewesen.
Ganz privat überwog das Glück. Das Glück im Guten, dort wo alles begann. Es gab Hoffnung in ihrem Leben. Ganz zart, zerbrechlich und so unwahrscheinlich, einem Wunder gleich. 
Die Zeichen, wenn man sie denn deuten wollte, waren klar, für jeden zu sehen und leicht zu verstehen.

(Achtung, an dieser Stelle wird es schnulzig)

Die Liebe, groß, überwältigende Gefühle öffneten den Himmel und man konnte die Englein singen hören, man konnte ihre Wärme spüren. 

So entstand aus einem schönen Moment in der Vergangenheit ein neues Leben in der Gegenwart. Die Freude gepaart mit der Hoffnung schenkte ihnen eine schirr unglaubliches Präsent, ein überwältigendes Gefühl. Er freute sich so sehr auf das bevorstehende Jahr. Es gab für ihn nichts Vergleichbares, nichts Schöneres.

In diesem Sinne:

„Euch allen eine gute Party, viel Spaß mit Euren Liebsten, ganz egal ob mit Familie, Freunden oder beiden. Passt auf Euch auf und kommt gut ins neue Jahr 2011. Prosit!“

Metall News



Zurück an Absender

Einen schönen Gruß aus dem Ruhrgebiet sendeten Gewerkschafter der Bundesregierung in Berlin. Bei der Protestkundgebung in Dortmund sendeten sie Sparpakete ans Kanzleramt zurück. Warum sie die Annahme verweigerten, hatten rund 100000 Metallerinnen und Metaller der Bundeskanzlerin auf Retourkarten geschrieben. Mehr als 14000 Metallerinnen und Metaller waren in die Dortmunder Westfalenhalle gekommen, um für einen Kurswechsel in Berlin zu demomonstrieren . Bereits am Abend zuvr zogen junge Metallerinnen und Metaller durch Dortmund. Sie beklebten Schaufenster mit der Frage: "Wer sorgt für Gerechtigkeit?" und legten zwischen Einkaufsregale mit blutrot gefärbten T-Shirts auf denen stand: "Vom Sparpaket getroffen."


Die Kanzlerin und ihre lieben Mitbürger

Im Advent sind wir für alles empfänglich, was das Herz erwärmt. Und was kann das mehr tun als ein Lob der Kanzlerin? In großen Anzeigen (Wer die bezahlt? Da sind wir mal nicht kleinlich...) dankt sie den lieben "Mitbürgerinnen und Mütbürgern" dafür, dass sie "Deutschland zu dem Land gemacht haben, das, die weltweite wirtschaftskrise am besten gemeistert hat". Und versichert das die Regierung im Gegenzug auch etwas tut: Finanzen und Energieversorgung sichern und de Finanzierung des Gesundheitswesens "gestalten". Ach so. Die "lieben Mitbürger" sind für sie also die Banker, AKW-Betreiber, Arzneimittelhersteller und Ärzte. Hatten wir es doch geahnt.


 Diskutiere mit!

Debatte über Kurswechsel im Netz: Die IG Metall will mit allen diskutieren, die an einem Kurswechsel in Deutschland interessiert sind. Dazu gibt es jetzt ein Blog. Jeder kann mitmachen unter www.kurswechsel-deutschland.de Zu jedem Beitrag gibt es ein Kommentarfeld, in dem man seine Meinung äußern kann.
Die Debatte ist eröffnet!


Quelle: 

Air Suite Nr. 3 - Johann Sebastian Bach


Dienstag, 28. Dezember 2010

In der Garagenzufahrt


Als Kind, Jugendlicher und bis heute ins erwachsenen Alter, hatte und habe ich immer ein schönes Fahrrad gehabt.

Das BMX von meinem Bruder, das knall rote Motor-Cross-Bike (ohne Motor), das super leichte Rennrad und etliche Mounten-Bikes (die mir immer wieder geklaut wurden).

Dieses schöne, achtlos in an der Wand lehnende Rennrad der Marke: Winora, scheint schon vor längerer Zeit seinen Besitzer verloren zu haben.

Schade, denn dieser Leicht verstaubte Oldtimer hat lediglich nur zwei platte Reifen, ist ansonsten aber noch sehr gut in Schuss.


Carz 'n The Hood




Kampagne gegen Kindesmissbrauch


Sonntag, 26. Dezember 2010

Einkehrtage 1




Er sah die Silhouette einer Krähe. Er sah die Umrisse eines großen schwarzen Vogels, er sah wie jener beeindruckende Vogel seine großen Schwingen ausbreitete und noch vor dem Jahreswechsel in sein Nest einkehrte.

Nach einer Weihnacht wie sie nicht hätte schöner seien können, nach einem wahrlich frohen Fest im Umfeld seiner Familie, saß er nun wieder an diesem ganz bestimmten Platz wo er zu Sitzen pflegte, ein Hochleistungschiller, in seiner eigenst dafür konstruierten Cill-Area.

Er saß vor dem entstaubten Bildschirm seines stark getunten Rechners und dachte nach, und er fragte sich, wieso er noch immer nicht das 10-Fingerschreibsystem beherrschte? Des weiteren vielen ihm folgende Gedanken ein:

Das Licht wich für kurze Zeit der Finsternis. Die Sonne schwand bereits nach dem Erwachen. Am frühen Morgen tauchte der eiskalte Mond die Erde in tiefschwarze Dunkelheit.

Umhüllt von wahrlich dunkler Dunkelheit, erlosch sein Licht. Ein Leben im Schatten. Ein Leben wie ein Intensivkurs mit tausend und einer Übung zum reinen Überleben.

Einkehrtage 2



Überlebenskampf im tiefsten Dschungel.

Er war Unterwegs, noch zu später Stunde. Zur Stoßzeit auf spiegelglatten, viel zu vollen Autobahnen.

Er war Mobil um jeden Preis, während die Natur für nur kurze Zeit ihren wohlig warmen, blumig duftenden Atem anhielt.

Stillstand auf der Fahrbahnmitte.

In Mitten eines chaotischen Systems, umgeben von Katastrophen, erschaffen von Menschenhand.

In der goldenen Blütezeit eines ausgeliehen Lebens. Er sah jenen Film zum wieder- und wieder- und wieder, wiederholten Mal. Ein Leben in der Endlosschleife, sich ständig wiederholend, ein Leben im Schatten, in der Dunkelheit.

Einkehrtage 3




Es war alles so Absurd. Es schien ihm so sinnlos. Seine Gedanken verblassten und schwanden dahin. Seine Sätze waren so verwirrend. Aneinander gereihte Wörter, nichts sagende Sätze, wie leerstehende, marode Häuser an einer dicht befahrenen, abgasverseuchten Hauptstraße.

Leere Gedanken.

Farblos, trostlose Anfänge einer wahrlich schlechten Geschichte versickerten im Nichts.

Er war umgeben von elektromagnetischen Feldern und wartete auf eine Art Erleuchtung. Im Wartezimmer, auf unbequemen Stühlen wartete er auf den einen Moment indem der Funke überspringen könnte. Doch er wartete vergebens.

Wo kein Funke war, dort war auch kein Licht.

Stromausfall, wie im Osten Anatoliens.

Er fuhr ab und machte Rast. Er machte Rast am Rande der sehr viel mehrspurigen Autobahn.

Es regnete. Er stieg aus. Ein Tanz im Regen. Auf regennassem Asphalt, in seiner eigenen Inszenierung.

Ein schirr unglaubliches, total schräges Bühnenbild entstand:

Ein LKW verringerte die Geschwindigkeit, fuhr ab und machte Rast. Xenon-Scheinwerfer.

Greller Schein. Ein eiskaltes Licht in der Dunkelheit, .

Seine Augen waren geblendet und seine Gedanken erkaltet.




Freitag, 24. Dezember 2010

Merry Christmas


Ich wünsche Euch Lieben eine fröhliche Weihnacht.

Ja, auch Dir, Du laut fluchender Nachbar vom dritten Stock. Das laufende Tourreetsyndrom.

Und auch Dir, dubioser Typ mit dem großen Dienstwagen, alleinstehender Mann im Herbste Deines Lebens. Ach und ich bitte Dich nur am Rande, sag doch den jungen, gut aussehenden Knaben, sie sollen des Nachts nicht immer an unserer Türe klingen. 

Und natürlich auch Dir, Du kleine graue Großstadttaube mit Deinem brutalen, auf den Bordstein spuckenden Freund im Maler und Lackierer Outfit, Dir auch eine gesegnete Weihnacht.

Kellerleichen



Auf seinem lahmenden Esel, mit einer flackernden Kerze, durch dunkle Katakomben reitend. Auf der ewigen Suche nach verloren gegangenen Fragmenten. Zerstückelte, längst vergessene Texte, digitale Bildaufnahmen, Erinnerungen an ein fast verstrichenes Jahr. 

Abgespeichert auf der Festplatte des verstaubten LapTops. Längst vergessen und gelblich verblichene, in den verwinkeltesten Ecken, in unbenannten Ordnern und Unterordnern abgelegte Kellerleichen.

Manchmal jedoch, selten doch es kommt schon mal vor, man stößt ganz unerwartet auf etwas was man mal besitzen wollte, es für kurze Zeit besaß und schnell wieder vergaß. Manchmal verbindet man auch Gefühle mit solchen Dingen und man hält erschrocken inne und denkt sich: 

„Wie schnell ist doch die Zeit geeilt?“

Erschrocken über die dichten Spinnweben und die Fette Spinne oben in der Ecke, die bei jedem noch so leichten Luftzug, begierig etwas zu fressen zu bekommen, nervös zu schaukeln beginnt. Erschrocken und allein hier unten im Keller, bei den längst vergessenen Kellerleichen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.

Für dieses Jahr war es das Ihr Lieben. Die Krähe ist ausgeflogen. Das Nest ist leer.

Eazy E- Merry Mutafuckin' Xmas


Dienstag, 21. Dezember 2010

pre-X-mas



„Danke der Nachfrage, es geht mir gut.“

Dahergesagte Worte im verschneiten, vorweihnachtlichen Alljahresstress. Dahergesagte Worte, unterwegs auf lebenswichtigen, TÜV-Geprüften-Winterreifen.

Sie war betäubt von all dem Glitzer und dem goldenen Glanz. Sie war stark euphorisiert und grinste blöd dem netten Einpackmädchen ins gepuderte Gesicht. Sie stand mitten im warmen Strom, unter tausenden, kaufwütigen Midnight-Weihnachts-Shoppern.

Heulende, total übermüdete Kinder, aufgedrehte Muddis und kratzbürstige Faddis mit Plastikgeld zwischen den nervös zuckenden Fingern.

Im Haus des Kaufrauschs,  hell erleuchtete, schirr endlose, vollgepackte Regale bis unter die Decke, bühnenreife Stücke, dunkle Tragödien in der ach so frohen Weihnachtszeit.

Atemlos, gänzlich aufgebraucht machten sie einen kurzen Stop um aufzutanken   

Ein angeditschter Nikolaus. Nicht aus Schokolade. Ein kitschiger Schlüsselanhänger gegossen in Kunststoff, zerkratzt, hecktisch baumelnd an dem riesigen Toilettenschüssel. An der Tankstelle. Ein nach Zimt und Kardamohn duftender Urinstein im Pissoir.

Er, ganz dicht an ihrer Seite, stand angespannt. Stark erhitzte war sein Gemüt. Ein leises Zischen. Dicke Schneeflocken, angenehme Kühle auf seiner Haut. Er schaute auf und fragt sie:

„Siehst auch Du den Stern hell leuchten?“

Sie blickte auf.

Fluoreszierendes, grelles Neonlicht. Das Bild eines muskulösen, braungebrannten Weihnachtsmann am Sandstrand, mit Six-Pack-  Bierpullen in der Hand.

Bunte Leuchtreklame.

Vorweihnachtliche Stimmung, das Leuten der Glöcklein, aus weiter Ferne, schon seit Wochen deutlich hörbar.

Prince Polo


Prince Polo, ein lecker, lecker polnischer Schokoriegel für nur 0,99 Zloty.

Montag, 6. Dezember 2010

Und eine Stimme sprach zu mir...


Und eine Stimme sprach zu mir: „Lächle und sei froh, denn es könnte schlimmer kommen.“ Und ich lächelte, und ich war froh, und es kam schlimmer.  

Sonntag, 5. Dezember 2010

Jugendwort 2010



Viele von uns kennen die Situation, oder haben zumindest schon einmal davon gehört:

Man trifft sich und schaut in geselliger Runde ein Fußballspiel am Tresen in Bernies Eckkneipe, man steht zusammen mit Freunden auf einer Party oder man sitzt mit den Arbeitskollegen auf der alljährlichen Weihnachtsfeier an einem Tisch .

Alkohol wird ausgeschenkt und heiter geht das Spiel los, die Musik ertönt, die Gläser werden aneinander gestoßen.

Bis zur ersten Halbzeit hat man dann ein gewisses Niveau erreicht. Der Ein oder Andere lallt schon leicht und der Ein oder Andere leert gerade (das wievielte Glas war das noch mal? Ich hab nicht mitgezählt) sein  x'tes Glas Bier.

Ab einem bestimmten Alkoholpegel sinkt das Niveau im Minutentakt und genau diese Situation (Beispiel: Saufgelage) bringt das Wort des Jahres 2010 auf den Punkt:

Niveaulimbo = das ständige Absinken des Niveaus


Des weiteren standen noch folgende Wörter zur Auswahl:


Speckbarbie = aufgetakeltes Mädchen in viel zu enger Kleidung

Arschfax  = Unterhosenetikett, das aus der Hose herausschaut

 egosurfen = sich selbst im Internet über Suchmaschinen suchen

Hochleistungs-Chiller = extrem faule Person

Änderungsfleischerei = Klinik für Schönheitschirurgie
.
emotional flexibel = launisch

Klappkaribik = Sonnenbank

Schnitzelhusten = Schweinegrippe

[...]

Quelle: www.jugendwort.de/jugendwort.cfm

Minoş & Me


Minoş (ş = sch), die gefiederte Flugwurst sitzt gerade auf meiner Schulter und schaut zu, wie ich Bilder von ihr poste.

Hier kann man sie in ihrem beflügelten Alltag sehen. Wie schön sie chillt, wie schön sie aus ihrer Muschelschale isst und wie schön sie mich beim putzen meiner Zähne terrorisiert.


Samstag, 4. Dezember 2010

Projekt ‘Zauberworte’

 

Eingeladen und mitgemacht.

Seelenbalsam hat mich zu diesem (wie ich finde) schönen Projekt eingeladen. 

Ich brauchte nicht lange zu überlegen, schwuppdiewupp, war es da:

Mein Zauberwort verleiht der Fantasie Flügel. Es ist kein Indianer-Name (hört sich aber so an), 

„Der Himmelmacher“.

Der Himmelmacher, ein echtes Zauberwort. Im ersten Augenblick zumindest. Doch schauen wir nun einmal etwas genauer hin. 

WikiIHSAN:

Die Himmelmacher machen in der Tat den Himmel. Man kann es also wörtlich nehmen, denn genau so ist es zu verstehen.
Sie arbeiten im Schichtbetrieb, nonstop. Anzutreffen sind sie in der Produktion bei jedem nur erdenklichen Automobilhersteller weltweit. 
Sei es in Köln, bei FORD, in Bochum in den OPEL-Werken oder in Wolfsburg bei VW. Überall dort wo Autos produziert werden, gibt es  mindestens einen Himmelmacher in jeder Schicht.

Die Himmel unserer Zeit sind schön weich gepolstert und riechen nach Neuwagen. Der Himmel im Auto erfüllt eine ganz wichtige Eigenschaft, er sorgt für eine gute Klangqualität und macht uns den Wageninnenraum heimisch. So entsteht eine wahrlich schöne Wohnzimmer-Wohl-Fühl-Atmosphäre.

Stellt euch doch einmal einen Wagen ohne Himmel vor.

Der Himmel besteht aus einem ganzen Stück und wird mit einigen gekonnten Handgriffen ganz einfach unter das Dach gesteckt und montiert (woher ich das weiß? Ich habe es bei einer Führung im FORD-Werk mit meinen eigenen Augen gesehen und ich bin ein bekennender WDR5-Hörer.  Und wie jeder weiß, WDR5-Hörer wissen mehr).

Früher wurde da noch richtig auf Handarbeit Wert gelegt.  In richtig teuren Luxus-Karossen, denke ich dass es heute noch wie damals ist.  

So viel von WIKIIHSAN zu seinem Zauberwort:

Der Himmelmacher.


Donnerstag, 2. Dezember 2010

Ercan und Ich auf dem Rummel


Als Ercan und ich über den menschenleeren Rummel gingen,

wehte ein starker Wind mit einem Hauch von Melancholie. Wir standen vor Fragmenten, vor Einzelteilen, vor dem Karussell des Lebens. Das Leben, ein instabiles Gerüst...



Mittwoch, 1. Dezember 2010

Welt-Aids-Tag



Bruce Lee - Das Spiel des Todes


Metall News


Scheinheilig


Wollen sich die Herren Brüderle, Kauder und Westerwelle im Glanz erfolgreicher Gewerkschaftler sonnen? Ich fürchte, es steckt mehr dahinter. Anstatt den Aufschwung mit eigenen politischen Mitteln zu stützen, laden sie – mit scheinheiligem Lob – die Verantwortung bei den Tarifparteien ab.

Dabei hat es die Politik selbst in der Hand, das Grundübel unserer Arbeitsgesellschaft zu bekämpfen:

Unzumutbare Niedriglöhne und viel zu viele Leiharbeitsverhältnisse und Befristungen können mit Gesetzen abgeschafft oder zumindest deutlich eingeschränkt werden.



173801

Nur Leiharbeit wächst


Vom Mai 2009 bis Mai 2010 entstanden 283704 neue sosialversicherungspflichtige Stellen. Klingt gut, allerdings sind 173801 oder 61 Prozent dieser Stellen in Leiharbeit entstanden. Laut Bundesagentur für Arbeit hat das Stellenangebot in diesem Zeitraum um 1 Prozent zugenommen, bei den Stellen in Leiharbeit gab es gleichzeitig einen Zuwachs von 32,8 Prozent.



Metaller gründen Fernsehsender

Seit kurzem sendet TVT in Brasilien und gibt den Arbeitnehmern des Landes eine Stimme


Ein Traum der Gewerkschaftsbewegung ist in Brasilien wahr geworden. Seit Sommer gibt es dort einen Fernsehsender von Arbeitnehmern für Arbeitnehmer. Der Sender TVT strahlt täglich eineinhalb Stunden aus und erreicht rund 12 Millionen Haushalte in Brasilien. TVT sendet Nachrichten über die brasilianische Gewerkschaften, aus Betrieben und dem Arbeitsleben.

Seit langem hatten sich die Arbeitnehmer um eine Fernsehkonzession bemüht. Gegründet wurde der Sender jetzt von der Metallgewerkschaft der Region Sao Paulo. Der scheidende Präsident Lula hatte sich für das Projekt stark gemacht.

http://www.tvt.org.br/

Quelle:



Montag, 29. November 2010

Sonntag, 28. November 2010

1. Advent


20 Jahre ARTE


Vogel-Häuserbau


Nicht nur in der Wohnung, auch der Balkon muß ordentlich sein. Denn die heimischen Stadtvögel wollen es schön haben.

So habe ich den Besen geschwungen, Bistrotisch und Stühle abgewischt und im Keller verstaut, aus zwei Blumenkästen habe ich eine Futterstelle gebaut, dessweiteren habe ich das Meisenhäuschen gepimpt und mit spezielem (fettreichen) Meisenfutter versehen, sowie einen nahrhaften Fettring angebracht. Der Ring ist gleichzeitig auch ein Gegengewicht, welches das Häuschen in der Balance hält.

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Ercan und Ich am 1. Advent


Heute haben Ercan und Ich angefangen- wir bereiten uns vor. Voll vorfreudiger Erwartung schauen wir auf den Kalender:
"Bald ist Weihnachten."

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Freitag, 26. November 2010

Lonesome Town - Ricky Nelson


CLICK ON IT!

Ein urbanes Leben


Automatisierte Gedanken. Elektronische Impulse. Getippte Worte. In Bildern gesprochen.

Grob und stark verpixelt.

Nonstop am Touch-Screen. Elektronische Feinabstimmung. Ein reguliertes Leben im nimmersatten SchlarAFFENland. Leben im Minutentakt. 


Schwer belastete Seelen gehen unter, gehen verloren, werden vergessen.


Vergessen, wie das zum x-ten-mal ausgerufene, traurige, weinende, geistig hochentwickelte Kind, unter vielen, ganz allein, im bunten Spielparadies.

Die urbanen Erdenbürger.

Leben. Kurz, wie ein Fingerschnipp.

Ohne Nachhall, verschluckt, unverdaut, verirrt in den dunklen Windungen. Gestrandet und vom eigenen Gewicht erdrückt.


Für einen kurzen Augenblick. Gedankenfrei. Ein wunderschöner Moment.


Schwerelos. Im Nichts. Abgedriftet. Weit, weit entfernt. Und doch nah, so nah.

Lärm, Schmutz, kalter Abgas aus heißen Rohren. Stürmischer Wind, Schnee, Regen. Ein schwermetallhaltiges Gemisch.

Geräusche, wider der Natur, schlucken die Felder, die Seen und die Wälder.

Ein urbanes Leben.

Der Urmensch, im grellen Schein der Großstadt. 

Einer von ihnen, ein Erdenbürger, liest gerade, automatisierte Gedanken. Elektronische Impulse. Getippte Worte. In Bildern gesprochen.

Donnerstag, 25. November 2010

The Beatles- Nowhere Man


Martin Luther King


Die Liebe ist die stärkste Waffe der Menschheit, um persönliche und gesellschaftliche Wandlungen zu erreichen.

Lawrence of Arabia


Der Mützenmann


Keiner kann wie der Mützenmann sehen, denn keiner kann wie der Mützenmann fühlen.

Der Mützenmann spürt kurze Stöße. Unregelmäßige Ströme pulsieren wenn absonderliche Menschen durch die Straßen gehen.

Sie drängen sich dicht an dicht, Reproduktionen, gleichen sich einer, wie der Andere, kranke Abbilder. Grau in Grau, in Grau, steht der Mützenmann ihnen Tag, für Tag, für Tag gegenüber. 

Manchmal funkt und zischt es ganz kurz, wenn chronisch kranke Blicke auf seine Mütze schauen. Wenn sie schauen, scheinbar interessiert, erblicken sie nur eine Mütze. Denn sie sehen nicht, denn keiner sieht wie der Mützenmann und sie spüren nicht, denn keiner fühlt wie der Mützenmann, was sich unter der verfilzten Mütze verbirgt. 

Nie wird einer von ihnen sein Herz erweichen, nie wird die düstere Melancholie sein Frohgemüt ergreifen, nie werden sie ihr Ziel erreichen.

Sie werden weiterhin umher irren und sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum Ende ihres kurzen Menschendaseins durch die Dunkelheit tappen. 

Doch der Mützenmann ist guter Dinge. Er schaltet, wie mechanisch, automatisiert, seine sensiblen Fühler ein. Er richtet seine Antenne auf und sendet, und empfängt- pausenlos. 

Im Verborgenen leuchtet eine warm strahlende Signallampe auf. Wellen schwingen verborgen unter der schwarzen Wollmütze des Mützenmanns. 

Mittwoch, 17. November 2010

Rain, Rain, Go Away!


Die Zeit



Wie ein kleines Papierschiff in der Regenrinne, am Bordstein entlang, floss die Zeit davon.


Er dachte an die schönen Tage seiner wilden Jugendzeit.

Die Zeit, wo war sie nur hin?

Damals, als er noch scheinbar unendlich viel Zeit gehabt hatte und unveröffentlichte Geschichten aus dem offenen Fenster hinaus warf. Damals, nichts wissend von dem unschätzbaren Wert, lebte er verschwenderisch. Unzählige Tage flitschten wie flache Steine über den See und verschwanden in der Tiefe. 

Heute, vom Stress geplagt. Rasend schnell, rastlos von hier nach da eilend, wünschte er sich nur ein wenig mehr Zeit .

Freitag, 12. November 2010

Donnerstag, 11. November 2010

Die Ruhe nach dem Sturm 1


Erschöpft und schläfrig lag er auf der Blümchencouch.

Erschöpft von der Arbeit, nach einem stahlharten Tag in der Halle der Produktion. Müde nach einer heißen Dusche und einem ausgewogenem Mittagsessen.

Er blickte auf die antike Wanduhr seines ergrauten Vaters. Tack, Tick Tack Tick. Er blickte auf seine stylische Swatch Armbanduhr an seinem knochigen Handgelenk. Tick, Tick. Zeitvergleich. Seine Uhr ging sieben Minuten vor.

Er drückte die PLAY-Taste auf der Fernbedienung. Der magnetbetriebene Plattenteller lief auf Knopfdruck an und drehte die wahrscheinlich zerkratzteste Scheibe aus seinem Plattenregal. Die Diamantnadel setzte langsam auf- ein lautes Knistern erklang.

Müden Blickes sah er durch das doppeltverglaste, schlecht isolierte Fenster.

Er sah wie sich langsam und stetig die Abenddämmerung nährte. Er sah wie draußen ein stürmischer Wind durch die fast kahlen Kronen wehte. Durch die Kronen der hochgewachsener Ahornbäume. Abgasverseuchte, knorrige Könige die weit über die Dächer der Großstadt, weit hinaus zu den längst abgeernteten Feldern am Stadtrand schauten.

Die Ruhe nach dem Sturm 2


Hypnotisierendes Schaukeln und zitternd gelbe Blätter.

Es sah so aus, als würden die alten Bäume frieren. Er bildete sich ein, ein uraltes Lied, gesungen mit tausend tiefen Stimmen, zu hören. Ein eisig kaltes Lied über den nahenden Winter.

Ihm fröstelte ein wenig bei jenem melancholischen Anblick.

Eins von tausend vergilbten Blättern, ein Blatt aus einem längst vergangenen Sommer hing gerade eben noch an einem der kahlen Äste, und schon im nächsten Augenblick wurde es vom Wind hinfort gerissen. Hoch wurde es hinauf getragen und tief stürzte es hinab, als der Wind es los ließ.

Ein Blatt fiel auf die regennasse Straße. Die unebene, aufgerissene Fahrbahndecke war voll mit gefallenen Blättern.

Laub klebte an grellen Autoscheinwerfern, auf den Motorhauben und an den Windschutzscheiben der Feinstaub prustenden Karossen.

Auch er fiel. Tief, ruhig atmend und schlief ein.

Cars





Insekt des Jahres 2011 - Die Große Kerbameise